Lokal

Notfallübung mit Pferd

Pinsdorf (Oö): Eine Wanderreitgruppe überquert einen Bach. Ein Pferd bleibt zwischen Steinen im Bachbett hängen und kann nicht befreit werden. Die restlichen Pferde geraten in Panik, gehen durch und verletzten am Ufer spielende Kinder. Das festgeklemmte Pferd muss von der Feuerwehr geborgen werden.

Ablauf: In die Reitergruppe waren 8 geprüfte Wanderreitführer, die zunächst das Notfallmanagement und die Erstversorgung als Aufgaben zu bewältigen hatten. Hier zeigten sich gewisse Defizite in Erster Hilfe bei Mensch und Pferd. Nach 10 Minuten traf die Feuerwehr Wiesen ein, die bereits ihrerseits eine Gruppe von Pferdesanitätern angefordert hatte, die etwa zeitgleich an den Unfallort kamen.Die Einsatzleiter Thomas Dreiblmayer (FF Wiesen) und Dr. Günther Dobretsberger (Pferdesanitäter) brachten sehr schnell eine Struktur in das Geschehen.
Die Pferde wurden in einer sicheren Entfernung eingegrenzt, die Verletzten wurden konzentriert und ein Abdriften des hängenden Pferdes wurde durch ein über die Aurach gespanntes Seil verhindert. Während des Bergeversuches erlitt ein Feuermann als Übungsannahme einen Herzanfall, was die Alarmierung des Roten Kreuzes Gmunden und des Notarztes Dr. Gottfried Koller zu Folge hatte. Das das Pferd ohne Kranfahrzeug nicht geborgen werden konnte, wurde ein solcher von der FF Rutzenmoos nachgefordert. Während sich Notarzt und Sanitäter um den herzkranken Patienten kümmerten, war das Kranfahrzeug eingetroffen und versuchte das Pferd mittels des Bergegeschirres aus dem Fluss zu ziehen. Dabei kam es durch heftige Abwehrbewegungen des Pferdes zu einer schweren Schädelverletzung eines Feuerwehrmannes, die an Ort und Stelle erstversorgt wurde. Der mitttlerweile eingetroffene Tierarzt sedierte das Pferd, dann erfolgte eine problemlose Bergung und Versorgung.

Im Einsatz waren: 17 Mann Feuerwehr Wiesen mit 2 Fahrzeugen, 9 Mann Feuerwehr Rutzenmoos mit 2 Fahrzeugen, 9 Pferdesanitäter, 6 Wanderreitführer, 1 Notarzt, 2 Rettungssanitäter RK Gmunden, 1 Mann vom Kriseninterventionesteam RK Gmunden, 3 Supervisoren.
Die ‚Darsteller‘ waren von Walter Rakeseder ( ÖRK > Realistische Unfalldarstellung) geschminkt worden. In der Übungsnachbesprechung wurde Defizite aufgezeigt und an Verbesserungen gearbeitet.

Weitere Infos: Webseite Dr. Kaun

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert