Medien / Fotografen

Flutwelle: Nun Sorge um Sicherheit ausländischer Tsunami-Helfer?

Südasien: In der von der Flutwelle verwüsteten indonesischen Region Aceh gibt es Sorge um die Sicherheit ausländischer Helfer. Das dänische Außenministerium warnte am Montag vor einem möglicherweise bevorstehenden Terroranschlag.

Die Rebellen versicherten dagegen, sie würden keine Helfer angreifen. Gut drei Wochen nach dem Tsunami am Indischen Ozean könnte die Zahl der Opfer auf rund 170.000 gestiegen sein. Das Außenministerium in Kopenhagen erklärte, die dänischen Helfer sollten sich der Gefahr bewusst sein und Vorkehrungen treffen. „Mehrere Länder haben diese Warnung erhalten, und wir in Dänemark haben entschieden, dass Quelle und Inhalt ausreichen, um damit in die Öffentlichkeit zu gehen“, sagte Außenamtssprecher Niels-Erik Andersen. Einzelheiten wollte er jedoch nicht nennen.
Ein Anführer der Rebellen sagte in einem Dschungelversteck, seine Kämpfer würden keine Hilfskonvois und keine Helfer überfallen. „Wir bitten sie, zu bleiben. Wir bitten sie, die leidenden Menschen von Aceh nicht zu verlassen.“ In Aceh kämpfen die Rebellen seit drei Jahrzehnten um Unabhängigkeit.

Volles Ausmaß immer noch nicht klar!
Unterdessen ist das volle Ausmaß der Tsunami-Katastrophe immer noch unklar. Das sri-lankische Ministerium für Öffentliche Sicherheit meldete am Montag 7.000 weitere Tote, womit sich die Opferbilanz allein in diesem Land auf gut 38.000 erhöhte. Der thailändische Sicherheitsminister Thilak Ranavirajah sagte, es würden weiterhin Leichen aus den Trümmern zerstörter Häuser geborgen. Die Zahl der Toten könnte noch die Marke von 40.000 überschreiten. Das Nationale Katastrophenschutzzentrum stimmte dieser Einschätzung zu. Mit den vom Minister gemeldeten Toten würde sich die Zahl der Tsunami-Opfer in insgesamt elf Ländern auf rund 170.000 erhöhen.

Salzburger Nachrichten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert