Stmk: Grazer Berufsfeuerwehr unterbesetzt
Graz (Stmk): Die Unwetter der letzten Tage haben an die steirischen Feuerwehren große Anforderungen gestellt. Der Grazer Feuerwehrreferent Walter Ferk (SPÖ) kritisiert, dass die Grazer Feuerwehr personell unterbesetzt sei.
Insgesamt ist die Grazer Berufsfeuerwehr 198 Mann stark, 59 Dienststellen sind ständig besetzt. Erst am Dienstag mussten aber auch jene Männer in den Unwettereinsatz einrücken, die eigentlich dienstfrei hatten; dennoch musste die Grazer Berufsfeuerwehr die Dienste der freiwilligen Feuerwehren in Anspruch nehmen.
Feuerwehrreferent und Vizebürgermeister Walter Ferk (SPÖ) drängt nun darauf, dass zwölf freie Planstellen bei der Grazer Berufsfeuerwehr endlich nach besetzt werden: „Natürlich wäre es aus meiner Sicht wünschenswert, dass diese Planstellen so rasch als möglich nach besetzt werden. Mir ist es ein Anliegen, dass wir in Graz die Stärke der Berufsfeuerwehr haben, die wir nach den Bestimmungen haben müssen“.
Aus dem Personalreferat der Stadt heißt es, dass im uniformierten Dienst bei der Berufsfeuerwehr derzeit nur drei Stellen nicht besetzt seien. Umgekehrt kommt der Vorwurf aus der ÖVP gegen den SPÖ-Vizebürgermeister, dass er seit Jahren die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr in Graz verhindere.
Bei den freiwilligen Feuerwehren der Steiermark ist der Personalstand ausreichend. Hier ist das Problem, dass Feuerwehrleute bei längeren Einsätzen – etwa bei Hochwasser – Schwierigkeiten mit dem Arbeitgeber bekommen können, sagt Landesfeuerwehrkommandant Franz Hauptmann: „Es ist ein gewisses Problem, die Dienstfreistellungen für Einsätze sicher zu stellen. Es gibt zurzeit Verhandlungen – die dauern allerdings schon sehr lange – die direkt zwischen Feuerwehren und Betrieben stattfinden.“
Die wenigsten Sorgen hat Hauptmann mit dem Nachwuchs: Mehr als ein Viertel aller österreichischen Feuerwehrjugendlichen sind Steirer.
