Oö: Schnee-Chaos: Sorgenkind Bad Ischl und Sorgenkind Wettervorhersage
Bad Ischl (Oö): Weiterhin angespannt war am Sonntag Abend, dem 12. Februar 2006, die Situation in Bad Ischl. Das Sozialzentrum in der Kaiserstadt drohte unter den Schneemassen einzustürzen, etwa ein Dutzend Menschen konnte in Sicherheit gebracht werden.
Die Einsatzkräfte, die die Dächer abschaufelten, wurden immer wieder von Schaulustigen behindert und blockiert, die die Absperrungen und Parkverbote in Bad Ischl ignorierten. Für die kommende Woche sei man auf der Suche nach weiteren Freiwilligen.
Neben der Feuerwehr wurde bereits bei der Bergrettung und beim Bundesheer angefragt, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Franz Hochdanninger. Statiker würden derzeit untersuchen, welche Häuser noch akut einsturzgefährdet seien. Auf Grund des Personalmangels unter der Woche – die meisten Helfer werden wieder ihrem Beruf nachgehen müssen – können nur mehr diese Häuser vom Schnee befreit werden.
Stall in Braunau eingestürzt: Ein Zwischenfall wurde aus dem Bezirk Braunau gemeldet: In St. Johann am Walde stürzte am Sonntag Nachmittag ein Stall ein, in dem sich noch Tiere befanden. Die Pferde und Hasen blieben jedoch unverletzt. Beruhigung wurde aus den meisten anderen Bezirken gemeldet. Bei der Bezirkshauptmannschaft Rohrbach teilte man etwa mit, dass zwar noch viele Dächer abgeschaufelt werden müssten, die Lage sei aber unter Kontrolle.
Sorgenkind Wetter: Sorgen bereitete den Einsatzkräften in ganz Oberösterreich jedoch die Wettervorhersage. Sollte es zu regnen beginnen, bevor sämtliche Häuser abgeschaufelt seien, werde der Schnee auf den Dächern enorm an Gewicht zulegen. Die Einsturzgefahr könnte dann wieder in allen Gebieten steigen.
