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D: ÜBUNGSEINSATZFAHRT: – Vier Feuerwehrleute bei Verkehrsunfall getötet!

Stendal/Glindenberg (Deutschland): Auf dem Weg zu einem Übungseinsatz sind am Montagabend, dem 19. Juni 2006, in der Nähe von Magdeburg vier Feuerwehrleute im Alter zwischen 20 und 22 Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.

Das Löschfahrzeug stieß auf einer Kreuzung in Glindenberg (Ohrekreis) mit einem Auto zusammen, überschlug sich mehrmals und prallte gegen einen Baum. Drei weitere Feuerwehrleute im Alter von 19 bis 33 Jahren und die 35-jährige Fahrerin des Fahrzeugs wurden schwer verletzt. Ein 25-jähriger Feuerwehrmann und die 49-jährige Autofahrerin erlitten nach Angaben der Polizei leichte Verletzungen.

Die Autofahrerin war auf einer Vorfahrtsstraße unterwegs, als sie an der Kreuzung mit dem mit Blaulicht und Martinshorn fahrenden Löschfahrzeug zusammenstieß. „Die Kameraden wussten nicht, dass es eine Übung war“, sagte der Stendaler Polizeisprecher Gerhard Fengler am Unfallort. Der Übungseinsatz war im Kindergarten der Gemeinde Glindenberg geplant. Die Klärung der Schuldfrage sei wegen der besonderen Bestimmungen bei einem Einsatz mit Blaulicht und Martinshorn sehr schwierig. Zur Untersuchung des genauen Unfallhergangs wurde ein Sachverständiger eingeschaltet.

Die Feuerwehrleute gehörten der Freiwilligen Feuerwehr Wolmirstedt an, der Ort liegt nur wenige Kilometer nördlich von Magdeburg. „Es war eines der modernsten Löschfahrzeuge“, sagte ein Mitglied der Wolmirstedter Feuerwehr. Der Einsatzwagen wurde bei dem Unfall zerstört: Nach dem Aufprall blieb er mit eingedrücktem Dach im Straßengraben liegen. Die vier Schwerverletzten erlitten nach Angaben eines Rettungsarztes keine lebensgefährlichen Verletzungen. Die zur Bergung ihrer Kameraden zu Hilfe gerufenen Feuerwehrleute sowie die Angehörigen der Opfer wurden von einem Notfallseelsorger betreut.

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Diskussion im Fire-World-Forum

Feuerwehrverbände bestürzt über schweren Unfall
Nach dem schweren Unfall mit einem Einsatzfahrzeug in Glindenberg (Sachsen-Anhalt) sind die Spitzen der Feuerwehrverbände bestürzt und kondolieren den Angehörigen der Opfer. Bei dem Unglück mit einem Löschfahrzeug waren gestern vier Feuerwehrleute aus Wolmirstedt im Alter von 20 bis 22 Jahren ums Leben gekommen. „Ihren Familien gilt unser tiefes Mitgefühl. Den bei dem Unfall Verletzten wünschen wir baldige Genesung. Dieses Unglück ist in seinen Auswirkungen für uns alle unfassbar“, sagt Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

„Die Feuerwehren in Sachsen-Anhalt trauern um ihre Kameraden. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Angehörigen bei allem Leid best möglichst unterstützt werden“, betont Ingolf Hirsch, der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes (LFV). Der LFV wird deshalb auch gemeinsam mit dem Kreisfeuerwehrverband des Ohrekreises ein Spendenkonto zur Unterstützung der Hinterbliebenen einrichten. „Weitere Informationen dazu werden wir kurzfristig im Internet unter http://www.lfv-st.de veröffentlichen“, sagt Hirsch.

Der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes dankt allen Einsatzkräften, die nach dem schweren Unfall vor Ort waren: „Sie haben trotz der besonderen Tragik und Betroffenheit schnell und professionell geholfen – denn sie mussten ja ihre eigene Kameraden retten und bergen.“

Das Löschfahrzeug der Feuerwehrleute war während einer Alarmfahrt mit einem Auto kollidiert. Dabei wurden sechs weitere Personen verletzt.

Deutscher Feuerwehrverband

Update:
Bericht zum Prozessbeginn 2007 (Fire-World)

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