Berufsrisiko Herzinfarkt bei der Feuerwehr
Feuerwehrleute sind heute sehr gut gegen Brandverletzungen und Erstickungen geschützt, haben jedoch ein erhöhtes Risiko an einem Herzinfarkt zu sterben. Dies zeigt jetzt eine brandaktuelle Studie im New England Journal of Medicine, die auf ein bisher übersehenes Berufsrisiko hinweist.
Durch etliche Unfallverhütungsvorschriften, Schutzkleidungen aller Art und Atemmasken sind Feuerwehrleute heute sehr gut vor Unfallrisiken geschützt. Dies sind alles Schutzmaßnahmen die sichtbar sind, doch die unsichtbaren Risiken wie die mitunter extreme körperliche Belastung wird meist übersehen. Hinzukommt das der Körper regelmäßig den Kohlenmonoxid und Feinstaub ausgesetzt ist – dies sind alles kardiale Risikofaktoren.
Das Studien-Ergebnis von Stefano Kales von der Harvard School of Public Health in Boston hat 1144 Fälle von Feuerwehrleuten analysiert, die in den USA zwischen 1994 und 2004 im Dienst verstarben. Es stellte sich heraus, dass 449 (39 Prozent) an kardiovaskulären Erkrankungen gestorben waren, davon die meisten an einem Herzinfarkt. Von den tödlichen Herzinfarkten ereigneten sich 144 (rund ein Drittel) während der Rettungsarbeiten. Da Feuererwehrleute nur etwa 1 bis 5 Prozent ihrer Dienstzeit mit Rettungsarbeiten beschäftigt sind, ergibt sich ein deutlich erhöhtes Risiko.
