Nö: Strohballenbrand in Wampersdorf – Brandstifter am Werk?
Wampersdorf (Nö): Am Mittwoch, dem 27. Juni 2007, wurde die FF Wampersdorf per Sirene, Personenrufempfänger und Handy zu einem Brandeinsatz in die Nähe des Friedhofes alarmiert. Sofort rückte das voll besetzte RLFA zum Einsatzort aus, KLF und MTF folgten sogleich.
Bei der Ankunft stand ein großer Rundballen aus Stroh bereits in Vollbrand. Der Einsatzleiter HBI Gerhard Leitgeb kam nach einer kurzen Erkundung sofort zum richtigen Entschluss: Oberste Prämisse – Schützen der angrenzenden Gebäude. Nach wenigen Sekunden war auch schon das Hochdruck-Rohr des RLFAs in Position und löschte die entstehenden und vom Wind verwehten Funken ab.

Da ein Bauernhof direkt angrenzt, der neben Holz auch Stroh im Garten gelagert hat, wurde ein C-Rohr im Garten in Stellung gebracht. Nachdem das KLF die Wasserversorgung aufgebaut hatte, wurde ein weiteres C-Rohr zur Unterstützung des HD-Rohres direkt beim Brandherd aufgebaut. Die Löscharbeiten gestalteten sich als langwierig, jedoch lief der Einsatz problemlos ab. Nach 1,5 Stunden konnten die 23 Männer der FF Wampersdorf wieder ins Zeughaus einrücken und die Einsatzbereitschaft herstellen.
Bleibt die Frage, wie es zu dem Brand kam. Da Selbstentzündung als ausgeschlossen gilt, ist von Brandstiftung oder eine groben Fahrlässigkeit – z.B. durch eine weggeworfene Zigarette – auszugehen. Fakt ist, dass es sich – sollte Vorsatz vorliegen – dabei sicher nicht mehr um einen „Lausbubenstreich“ handelt. Vielmehr musste(n) sich der/die Täter bewusst sein, dass er/sie Menschen, Tieren und Sachwerten erheblichen Schaden zufügen könnte(n) – eine solche Tat gehört dementsprechend geahndet.

Am Montag davor wurde übrigens offensichtlich mit einem Stein die Infotafel der FF Wampersdorf beim Feuerwehrhaus eingeschossen – besteht zwischen den beiden Taten ein Zusammenhang?
