Nö: Wasserrohrbruch in Guntramsdorf – Bautrupp-Lkw in Grube gefallen
Guntramsdorf (Nö): „Wassergebrechen in der Eichkogelstraße 1“, lautete die Pagerdurchsage am frühen Abend des 9. Jänner 2008 für die FF Guntramsdorf. Was sich zunächst wie ein relativ harmloses Wasserleitungsproblem anhörte, entpuppte sich beim Eintreffen am Einsatzort…
… als gröberer Rohrbruch im Bereich eines Hauptwasserleitungsstranges unterhalb der Fahrbahn!
Während angrenzende Keller mit Sandsäcken vor den ständig steigenden Wassermassen geschützt wurden, wurde fieberhaft, aber letztendlich erfolgreich nach Wasserschiebern gesucht, um die Wasserzufuhr zu stoppen. Danach war das Abpumpen des Wassers – der Pegel erreichte stellenweise mehr als einen halben Meter – mit den zur Verfügung stehenden leistungsfähigen Pumpen relativ einfach.

Viel schwieriger war es, den Sand, Schotter und Lehm, den das Wasser an die Oberfläche befördert hatte, von den befestigten Flächen der Privatgrundstücke zu entfernen. An eine Reinigung der Straße war ohnehin nicht zu denken, weil diese durch die Wassermassen in einen „besseren Feldweg“ verwandelt worden war.
Zwischenzeitlich war auch ein Bautrupp des zuständigen Wasserleitungsverbandes mit einigen Fahrzeugen, darunter ein LKW mit einem hydraulischen Greifer, eingetroffen. Dieser Trupp sollte unverzüglich mit den notwendigen Reparaturarbeiten an der beschädigten Hauptwasserleitung beginnen.

Lkw stürzte ins Loch: Doch während die Kameraden der FF Guntramsdorf ihre Geräte, Pumpen und Werkzeuge verluden, passierte das völlig Unerwartete: Der Lkw des Wasserleitungsverbandes setzte zurück, die unterspülte Betondecke gab nach, und der Lkw fiel mit dem Heck in ein rund einen Meter tiefes Loch!

Somit stand die Feuerwehr vor einer neuen Herausforderung: Zunächst wurden in der Grube starke Vierkanthölzer verkeilt, um für die Hinterräder des LKW eine Art Auffahrtsrampe zu schaffen. Danach wurde er an die Seilwinde des Schweren Rüstfahrzeugs angehängt. Die Seilwinde ging auf Zug, und der Lkw-Lenker gab gefühlvoll Gas, sodass das Schwerfahrzeug aus der Grube gezogen werden konnte.
