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Ägypten: Felssturz -> Bis zu 500 Vermisste nach Felssturz in Kairo

Ägypten: Nach dem Einsturz einer Felswand in einem Armenviertel von Kairo sind die Bewohner wutentbrannt. Aus Ärger über die schleppende Bergung sollen sie Polizei und Zivilschutz am 6.9.2008 mit einem Steinhagel empfangen haben.

Wie berichtet, waren tonnenschwere Felsbrocken auf das Armenviertel gestürzt und hatten mindestens 35 Häuser unter sich begraben.

Bergung: Bis Sonntag, 7.9.2008, wurden laut Gesundheitsministerium 31 Tote und 47 Verletzte zwischen den Trümmern hervorgeholt. Lokale Medien gehen aber von bis zu 500 weiteren Verschütteten aus. Fieberhaft suchen die Menschen nach Überlebenden -meist mit bloßen Händen, denn schweres Räumgerät stand auch gestern nicht zur Verfügung.

Hoffnung auf Überlebende: Die gesamte Nacht über hatten Bergungskräfte und Überlebende versucht, die herabgestürzten Felsbrocken wegzuräumen, in der Hoffnung, doch noch Opfer zu finden. Auf einer Breite von rund 60 Metern war der aus Kalkstein bestehende Mokattam-Felsen abgebrochen und aus 15 Metern Höhe auf die wild gebaute Siedlung Manschijet Nasser herabgestürzt.
„Wie ein Erdbeben“ Viele Menschen wurden im Schlaf von den bis zu mehreren hundert Tonnen schweren Brocken erschlagen. „Es war wie ein Erdbeben“, erzählt der 24-jährige Arbeiter Sarchali Gharib. Er verlor nach eigenen Angaben acht Familienmitglieder bei dem Unglück.

Kleine Zeitung

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