Deutschland: Feuerwehrmann bei Explosion bei Silobrand getötet
Worms (Deutschland): Bei der Explosion eines bereits brennenden Silos einer Wormser Malzfabrik ist am Sonntagmorgen, 30. November 2008, ein 24-jähriger Feuerwehrwehrmann getötet worden. Sieben seiner Kollegen wurden verletzt, drei von ihnen lebensgefährlich. Bis zum Sonntagabend waren zwei von ihnen außer Lebensgefahr.
Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Worms waren zu einem Brand in dem direkt am Rheinufer gelegenen, 38 Meter hohen Verlade-Silo der Fabrik gerufen worden, wo es gegen 7.00 Uhr eine erste Explosion gegeben hatte, wie Polizeisprecher Klaus Weinmann mitteilte.
Explosion bei Löscharbeiten: Während der Löscharbeiten kam es gegen 9.00 Uhr aus noch ungeklärter Ursache zu einer weiteren Explosion, bei der der 24-Jährige in 35 Metern Höhe von einer herabstürzenden Betondecke tödlich getroffen und verschüttet wurde. Durch die Wucht der Explosion wurde die metallene Außenhaut des Silos auf mehreren Quadratmetern zerfetzt. Die Feuerwehr musste mit Spezialfahrzeugen anrücken. Nach Angaben der Polizei waren 250 Rettungskräfte aus Rheinland-Pfalz und Höhenretter aus dem benachbarten Baden-Württemberg im Einsatz.
Bergung des Toten am Montag: Die insgesamt sieben Verletzten waren zum Teil ebenfalls oben auf dem Silo, zum Teil aber auch unten von umherfliegenden Bauteilen getroffen worden. Sie waren mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser in Mannheim und Ludwigshafen-Oggersheim, Mainz und Worms gebracht. Die schwierige Bergung des Toten sei auf morgen verschoben worden , sagte Weinmann weiter. Man wolle eine weitere Gefährdung der Rettungskräfte vermeiden, erklärte er.
Der Brand war am Sonntagnachmittag laut Weinmann größtenteils gelöscht. Die Feuerwehr sicherte die Brandstelle nach seinen Angaben aber noch. Gefahr für die Bevölkerung bestand laut Polizei nicht. Die Staatsanwaltschaft Mainz nahm Ermittlungen auf. Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) kam zur Unglücksstelle, um sich vor Ort ein Bild zu machen. In der Malzfabrik werden laut Weinmann aus Braugerste Malz und Malzprodukte für Brauereien hergestellt. Ob die Explosion von giftigen Gärdämpfen aus dem Malz verursacht wurde, war zunächst unklar.
