Oö: Tätigkeitsbericht der Feuerwehr Wels für das Jahr 2008
Wels (Oö): Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Wels leistete im vergangenen Jahr 2.155 (2.612, 2.523) Gesamteinsätze. Hier eingerechnet sind auch die 178 (129, 174) Brandsicherheitswachdienste…
…die für Veranstaltungen aller Art geleistet werden mussten sowie 3 (9, 30) Einsatzübungen bzw. Schauvorführungen im Rahmen diverser Veranstaltungen. Nur 28 Mal wurden freiwillige Kameraden vom Arbeitsplatz gerufen. Die Fülle der Einsätze wird von den 152 Kameraden des Aktivstandes in ihrer Freizeit geleistet. Es kam dadurch zu einer wesentlichen Entlastung des Spannungsfeldes Arbeitsplatz (Arbeitgeber + Wirtschaft) und Feuerwehr.
„Ruhe nach dem Sturm!“ … nach Jahren der Unwetter war das Jahr 2008 ein „ruhiges“ Jahr. Der Sturm „Emma“ sorgte zwar für ca. 80 Einsätze aber das Feuerwehrjahr wurde vom „Tagesgeschäft“ geprägt. Die Anzahl der Brände ist in die Höhe geschnellt. 187 Mal wurde die Feuerwehr zu Bränden gerufen. 25% der Brandstellen waren Wohnungen und Wohnhäuser. Unachtsamkeit war oft der Auslöser für den Brand. Brandmelderalarme sind die „Demotivatoren“ jeder Feuerwehr. 441 Mal (524, 412) wurde die Feuerwehr Wels durch automatische Brandmelderanlagen und/oder Sprinkleranlagen gerufen. Dass aber Brandmelder und Sprinkler Leben retten ist gewiss.
In 69 Fällen, das sind fast 16 % der Brandmelder- und Sprinkleralarme brannte es wirklich. Durch das frühe Erkennen der Gefahr konnten die betroffenen Personen selbst flüchten oder wurden von anderen Personen oder von der Feuerwehr gerettet. Der Brand konnte in fast allen Fällen auf die Ausbruchstelle bzw. den Brandraum beschränkt werden. Durch Brandmelder- und Sprinkleranlagen wurden Menschenleben gerettet und nachweislich größerer Sachschaden verhindert. Die Anzahl der Interventionen zu Brandalarmen und Technischen Hilfeleistungen selbst betrug 1.396 (1.789, 1.744), das sind ~ 4 pro Tag. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich eine Abnahme dieser Hilfeleistungen um 393 Fälle, das sind in etwa 22%. Dies basiert auf dem Entfall der Unwettereinsätze.
Bei Unwettern werden oft mehrere hundert Einsätze in wenigen Tagen geleistet. Im Besonderen fällt auf, dass die Zahl der Groß-, Mittel- und Kleinbrände mit 187 im Vergleich zum Jahr 2007 (131) wieder extrem zugenommen hat (+ 42,7 %). Die Zahl der böswilligen Alarmierungen ist mit 21 Fällen gleichgeblieben.Von den 187 „echten“ Brandfällen waren 58 das sind 31 %, bei Eintreffen der Feuerwehr bereits gelöscht, in den übrigen Fällen musste die Feuerwehr den Brand bekämpfen. Diese sehr positive Tatsache kommt jedoch nicht von ungefähr und ist somit keinesfalls zufällig, sondern ein Produkt der Öffentlichkeitsarbeit und der absolvierten Brandschutzausbildungen Bevölkerung. Neben den Brandeinsätzen erfolgten 800 (1.172, 1.034) Technische Hilfeleistungen bzw. Einsätze im Rahmen des Katastrophenhilfsdienstes.
Im Zusammenhang mit den oben angeführten Einsätzen wurden 125 Menschen, die in steckengebliebenen Liftanlagen eingeschlossen, nach Bränden, Unfällen verletzt bzw. hilflos, nach Verkehrsunfällen eingeklemmt waren oder sich sonst in einer Notlage befunden haben, gerettet bzw. befreit. Tiere wurden bei 13 Einsätzen gerettet. In 5 Fällen mussten Tote und in 4 Fällen verendete bzw. bei Unfällen getötete Tiere geborgen werden. Die Bezirkswarnstelle FLORIAN WELS alarmierte mittels Funksirenensteuerung, Funk und Telefon in 581 Fällen Feuerwehren des Bezirkes Wels-Land. Diese Hilfeleistungen wurden der Gesamteinsatzzahl zugezählt.
247 Mal waren Sachverständige der Feuerwehr in Baurechts- und Gewerberechtsverfahren sowie Veranstaltungs- und Verkehrsrechtsverhandlungen beteiligt und haben ihr Fachwissen im vorbeugenden Brandschutz eingebracht. In der Stadt Wels sorgen zusätzlich zur Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Wels noch drei freiwillige Betriebsfeuerwehren für die Brandschutzsicherheit in ihren Betrieben. Dies sind die Betriebsfeuerwehr FRITSCH (unterstützt auch die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Wels im Stadtgebiet), die Betriebsfeuerwehr EUROSTOP und die Betriebsfeuerwehr AVE.
