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Südtirol: Feuerwehrkommandant stirbt bei Einsatz

Winnebach (Südtirol): Den Sturz von einem Dach hat am Mittwoch Nachmittag, dem 18. März 2009, im Pustertal ein Mann mit dem Leben bezahlt. Zum Unfall kam es gegen 17 Uhr an der Grundschule von Winnebach.

Fassungslose Betroffenheit herrscht seit Mittwoch am späten Nachmittag im oberen Pustertal und besonders in Winnebach. Feuerwehrkommandant Josef Schönegger (54) stürzte bei einem Einsatz vom Dach der Grundschule und verstarb an den schweren inneren Verletzungen noch an Ort und Stelle.

Innichens Bürgermeister Josef Passler ist sichtbar betroffen. „Die Sicherheitsbeauftragten der Winnebacher Schule haben die Gemeindeverwaltung am Dienstag gebeten, doch dafür zu sorgen, dass das Dach der Schule geräumt wird, weil Schnee vom Dach rutschen und Kinder gefährden könnte. Und wen wenn nicht die Feuerwehr ruft man bei einem solchen Problem?“, fragt Passler.

Schönegger und zwei weitere Wehrmänner der Winnebacher Wehr waren am Mittwoch gegen 17 Uhr zur Schule ausgerückt. Während die zwei Wehrmänner bereits über eine Leiter auf das Dach gestiegen waren, kam Kommandant Schönegger mit dem Sicherungsseil in der Hand als Letzter nach. Beim Übertreten von der Leiter auf das Dach rutschte Schönegger auf einem kupfernen Dachblech aus, verlor das Gleichgewicht und stürzte rund fünf Meter in die Tiefe gegen ein Geländer am Schuleingang. Die Verletzungen Schöneggers waren so schwer, dass die Helfer des Weißen Kreuzes Innichen und der Notarzt des Rettungshubschraubers Pelikan 2 nichts mehr für den Feuerwehrkommandanten tun konnten.

Die Notfallseelsorge des Weißen Kreuzes stand der Familie und den Feuerwehrkameraden bei. Die traurige Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Dorf und unter den Feuerwehrkameraden des gesamten Bezirkes. Josef Schönegger war mit Leib und Seele Feuerwehrmann und seit 2005 Kommandant der Winnebacher Wehr. Mit seiner Familie führte der allseits geschätzte Vater von zwei Kindern einen landwirtschaftlichen Betrieb und den daran angeschlossenen Berggasthof „Kathi“.

„Jeder Unfall ist tragisch. Wenn es dann noch jemand trifft, der sich freiwillig und ehrenamtlich zum Wohle der Allgemeinheit einsetzt, ist dies umso schlimmer“, sagt Bürgermeister Passler. Sein Mitgefühl und das der gesamten Feuerwehrgemeinschaft gilt seiner Familie und den Kameraden der Winnebacher Wehr. Die Ermittlungen zum Unfallhergang leiten die Carabinieri.

Südtirol Online

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