Medien / Fotografen

Sbg: Rennen gegen die Zeit für die Helfer im Flachgau

Flachgau (Sbg): Nach den neuerlichen Unwettern am Sonntagabend des 2. August 2009 über dem nördlichen Salzburger Flachgau wurde der Montag für die vielen Helfer zum Rennen gegen die Zeit.

Heftiger Sturm hatte an vielen Häusern die Planen und notdürftigen Abdeckungen wieder weggerissen, die nach einem schweren Hagelgewitter vor zehn Tagen beschädigte Dächer ersetzt hatten. Für Nachmittag wurden wieder starke Regenfälle vorhergesagt. 164 Einsätze verzeichneten die Feuerwehren bis Montagvormittag in den Gemeinden Lamprechtshausen, St. Georgen, Bürmoos und Dorfbeuern, wie ein Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos gegenüber der APA sagte.

Es dürften aber im Lauf des Tages noch deutlich mehr werden, weil sich laufend weitere Geschädigte melden. Insgesamt standen 37 Feuerwehren mit über 460 Helfern im Einsatz, auch aus dem benachbarten Bayern kam Unterstützung. „Aufgrund der Regenschauer war das Arbeiten auf den Dächern außerordentlich gefährlich“, berichtete ein Helfer der Feuerwehr Lamprechtshausen.

Helfer mehrere Tage im Einsatz
Erst am Donnerstag vor einer Woche hatte Hagel mit tennisballgroßen Körnern in diesen vier Gemeinden gewaltige Schäden angerichtet, dabei wurden eben auch sehr viele Dächer beschädigt. Mehrere Tage lang hatten damals zahlreiche Helfer die zerstörten Dachflächen zumindest mit Planen ersetzt, um weitere Wasserschäden zu verhindern. Diese wurden am Sonntagabend durch den Sturm großteils wieder weggerissen. „Die Arbeit beginnt von vorne“, sagte ein Feuerwehr-Sprecher.

Auch in Niederösterreich standen 119 Feuerwehren mit 1.500 Mann im Einsatz. 14 Bezirke – Amstetten, Baden, Bruck a.d. Leitha, Hollabrunn, Horn, Korneuburg, Melk, Mistelbach, Mödling, Scheibbs, Tulln, Waidhofen a.d. Thaya, Wien-Umgebung und Zwettl – waren laut Landeswarnzentrale von Unwettern betroffen. Für die Helfer galt es Auspumparbeiten durchzuführen, umgestürzte Bäume zu beseitigen und Brände nach Blitzschlägen zu bekämpfen. Die Aufräumarbeiten wurden am Montag fortgesetzt.

Salzburger Nachrichten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert