Ktn: Feuerwehren nach Unwettern im Großeinsatz
Kärnten: Tief „Ulrike“ bescherte weiten Teilen Kärntens in der Nacht auf Donnerstag, 6. Mai 2010, heftige Niederschläge. In Nötsch und im Liesertal kam es zu Überschwemmungen, in Bleiberg und Millstatt gingen Muren ab.
Sintflutartige Regenfälle gingen in der Nacht auf Donnerstag über Kärnten nieder – nicht ohne Folgen. So verlegte in Bad Bleiberg eine große Mure die Bleiberger Landesstraße. 80 Mann von sechs Feuerwehren mussten ausrücken, um die Erdmassen zu beseitigen. Die Aufräumarbeiten dauern noch bis in die Vormittagsstunden an. Busse und Lkw werden über den Gailtalzubringer umgeleitet.
„Extreme Vermurung“
„Solche extremen Vermurungen haben wir schon seit Jahrzehnten nicht mehr gehabt“, berichtet Martin Oberrauner von der Feuerwehr Bleiberg/Kreuth. In Nötsch bei Bleiberg stand die Feuerwehr in der Früh außerdem bei einem überfluteten Hauskeller im Einsatz. Überschwemmungen wurden in den Morgenstunden auch aus dem Liesertal bei Eisentratten gemeldet. In Millstatt musste die Feuerwehr wegen einer Hangrutschung ausrücken. Verantwortlich für die starken Niederschläge ist das Tief „Ulrike“. Das zieht aber im Laufe des heutigen Tages über die Alpen nach Deutschland und Tschechien weiter. „Bis zum Nachmittag sollte sich überall wieder die Sonne durchsetzen“, prognostiziert Werner Troger von den Meteo Experts in Lienz. In der Landeshauptstadt setzten sich die ersten Sonnenstrahlen bereits kurz nach 7 Uhr früh gegen die grauen Wolken durch.
