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Bgld: Leck in Tankwagen-> Benzol abgepumpt

Nickelsdorf (Blgd): Einen gefährlichen Einsatz hatte die Feuerwehr Donnerstagabend, den 10.Juni 2010 in Nickelsdorf zu absolvieren. Die Polizei hatte einen Tanklaster mit 26.000 Liter krebserregendem Benzol gestoppt, der ein Leck hatte. Die Substanz wurde abgepumpt.

Diensthabender Chemiker alarmiert
Gegen 17.00 Uhr wurde das mit der giftigen Substanz beladene Schwerfahrzeug von der Polizei angehalten. Eine Überprüfung ergab, dass im Bereich der Hinterachsen Benzol austrat. Daher wurde sofort die Feuerwehr angefordert und der diensthabende Chemiker des Landesfeuerwehrkommandos kontaktiert, sagt der Schadstoffexperte Andreas Braunstein vom Landesfeuerwehrkommando.

Feuerwehr: Gasdichte Anzüge
Benzol ist leicht entzündlich und kann je nach Konzentration ein explosives Gemisch bilden, daher mussten die Feuerwehrmänner mit gasdichter Schutzkleidung ans Werk gehen. Die Feuerwehr Zurndorf sowie für Gefahrguteinsätze ausgerüstete Kräfte aus Eisenstadt und Neusiedl am See wurden verständigt. Die Feuerwehr Eisenstadt rückte mit dem Schadstoffzug aus. Dieser verfügt auch über ein Körperschutzfahrzeug, das mit Anzügen der Schutzstufe 3 – der höchsten im Gefahrguteinsatz – ausgerüstet ist.

Mehrere Feuerwehren im Einsatz
Wegen der Isolierung des Tanks ließ sich das Leck jedoch nicht so einfach lokalisieren. Deshalb wurde entschieden, den Inhalt in ein anderes Fahrzeug umzupumpen. Gegen 22.30 Uhr waren die Umpumparbeiten dann abgeschlossen, so Braunstein. Danach mussten die am Einsatz beteiligten Wehren noch Reinigungsarbeiten durchführen.

20 Gefahrguteinsätze pro Jahr
Solche Gefahrguteinsätze sind keine Seltenheit. Etwa 20 Mal im Jahr müssen die Feuerwehren ausrücken, weil Schwerfahrzeuge mit gefährlichen Stoffen technische Mängel aufweisen.

ORF Burgenland

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