Wien: Brand in Obdachlosenheim
Wien: Dienstagabend ist in einem Heim für Obdachlose in Wien-Landstraße ein Feuer ausgebrochen.
Das Haus musste komplett evakuiert werden. Für mehr als 50 Obdachlose, einige von ihnen behindert, gab es keine Ersatzräumlichkeiten.
Vier Personen leicht verletzt
Der Brand entstand kurz vor 19.00 Uhr im Keller des Hauses in der Schlachthausgasse, vermutlich durch eine weggeworfene Zigarettenkippe. Brandstiftung schloss die Polizei als Ursache aus. Brennende Möbel verursachten dichten Rauch, die Schwaden zogen durch das gesamte Haus.
In dem Haus befanden sich Büros der MA40, darüber Wohnungen für Obdachlose und Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Die Feuerwehr brachte 54 Obdachlose in Sicherheit. Vier von ihnen mussten mit leichten Rauchgasvergiftungen in Spitäler gebracht werden. Sie konnten diese aber nach wenigen Stunden wieder verlassen.
Unterkünfte notdürftig repariert
Die Obdachlosen mussten Stunden auf der Straße ausharren. Nach Mitternacht konnten sie in ihre Zimmer zurückkehren. Ihre Unterkünfte waren nach dem Brand notdürftig wieder hergerichtet worden.
Das Feuer zerstörte Strom- und Wasserleitungen. Diese Schäden waren auch bis Mittwochvormittag noch nicht behoben. Zudem waren einige Räume stark verrußt. Ein Ersatzwohnheim für die älteren und teils behinderten Obdachlosen gab es aber nicht.
