Deutschland: Feuerwehrsport ist nur eine Seite der Medaille
Wahrenbrück (Deutschland): Die Ergebnisse der Stadtmeisterschaft am vergangenen Wochenende – 11./12.9.2010 – sprechen für sich. In Sachen Feuerwehrsport kann man den Kameraden aus Prestewitz, Domsdorf, Langennaundorf und Beiersdorf nichts vormachen. Aber Stadtbrandmeister Marco Hollmig weiß,…
… dass dies nur eine Seite der Medaille der Feuerwehrarbeit ist. Beim tagtäglichen Einsatzgeschehen kann er auf die gesamte Truppe der Uebigau-Wahrenbrücker Stadtwehr zählen.
Der Erfolg am Wochenende kommt nicht von ungefähr. Die Kameraden aus eben jenen Orten, die in diesem Jahr den Wettkampf dominierten, haben auch in den Vorjahren Bestwerte vorgelegt. Feuerwehrsport wird besonders in Prestewitz sehr ernst genommen. »Von März bis September treffen wir uns jeden Sonntag ab 10 Uhr und trainieren«, verrät Hollmig, der selbst in Prestewitz wohnt. »Bei uns im Dorf gibt es keinen Sportverein. Vielleicht liegt es daran«, sucht er nach einer Begründung für derartigen Fleiß. Der sich auszahlt. »Nicht immer stehen wir bei Wettbewerben auf dem Siegertreppchen«, will der Feuerwehrmann bescheiden bleiben. Aber immerhin haben sowohl die Prestewitzer Frauen als auch die Prestewitzer Männer 2010 den Kreismeistertitel im Löschangriff nass errungen.
»Wer beim Feuerwehrsport aktiv ist, kümmert sich auch um die Wehr«, weiß der Stadtbrandmeister. Doch Aktivsein für die Feuerwehr hat noch zahlreiche andere Facetten. Hollmig ist über jede einzelne dankbar. Besonders lobend erwähnt er die zentrale Ausbildung, der sich die Kameraden der Stadtwehr mehrmals im Jahr stellen.
»Es ist richtig, dass wir diesen Weg eingeschlagen haben«, bekräftigt er. »Bei der Ausbildung stehen Training und Beschäftigung mit der Technik gleichermaßen auf der Tagesordnung. Das ist beides wichtig.« Besonders für jene Kameraden, die nicht so oft zu Einsätzen gerufen werden. So würden sie dennoch »körperlich fit und im Stoff bleiben«.
Dennoch lasse es sich nicht verhindern, dass Wehren ihren Dienst quittieren. In Uebigau-Wahrenbrück sind aktuell die einstigen Ortswehren in Bönitz, Kauxdorf, Saxdorf, Zinsdorf und Rothstein aus der Alarm- und Ausrückeordnung herausgenommen. Während Rothstein »schon seit Jahren« keine Ortswehr mehr habe, seien die personellen Probleme in Bönitz und Kauxdorf erst etwas später akut geworden. »In Saxdorf und Zinsdorf scheint sich gegenwärtig wieder etwas zu entwickeln«, zeigt sich Marco Hollmig hoffnungsvoll.
Letztlich werde im Ernstfall jede helfende Hand benötigt. »Dank des schnellen Eingreifens ist es uns im Sommer während der großen Trockenheit gelungen, bei Bränden an Straßen- und Waldrändern Schlimmeres zu verhindern«, blickt er kurz zurück.
