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Deutschland: Staatsanwalt sucht Löschfahrzeug -> Heimlich verkauft?

Breitungen (Deutschland): Eine ungewöhnlicher Kriminalfall beschäftigt Breitungen im Südharz: In dem Ort fehlt ein Feuerwehrauto. Der Opel Blitz, Baujahr 1971, den die Gemeinde nach der Wende aus dem Westen erhalten hatte, ist abhanden gekommen.

Die Staatsanwaltschaft hat Wehrleiter Hagen Schwach im Visier. Er soll das historische Fahrzeug, das 2007 außer Dienst gestellt worden war, im August 2009 heimlich verkauft haben.

Der damalige Gemeinderat und der Ortsbürgermeister wollen davon nichts gewusst haben. Ob Geld geflossen ist und sich jemand bereichert hat, ist unklar. Im Internet werden solche Fahrzeuge immerhin für bis zu 10.000 Euro gehandelt. Und mittlerweile ist der Oldie bei einem Sammler in Hannover aufgetaucht. „Der muss Geld reingesteckt haben. Das Auto sieht richtig schmuck aus“, sagen einige Breitunger, die den Wagen gesehen haben.

Der Wehrleiter ist sich keiner Schuld bewusst. „Ich sehe die Sache anders als die Staatsanwaltschaft.“ Mehr will der Wehrleiter, der sich einen Anwalt genommen hat, zu dem Fall nicht sagen. In Breitungen läuft derweil ein Hauen und Stechen. Ortschaftsräte werfen der Verwaltung in Roßla vor, viel zu spät auf ihre Hinweise zu dem Fahrzeug-Deal reagiert zu haben. Die weist das zurück. Und obwohl es bei der Wehr in Sachen Oldtimer brennt, löschen können die Wehrleute zum Glück noch: Denn zumindest das neue Löschfahrzeug steht noch im Gerätehaus.

Mitteldeutsche Zeitung

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