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Deutschland: Hochwasser weicht Dämme in Brandenburg & Sachsen-Anhalt auf

Deutschland: Die Lage im Hochwassergebiet in Brandenburg und Sachsen-Anhalt ist unverändert angespannt. Der Deichbruch bei Meuselko konnte noch nicht wieder geschlossen werden.

Der Scheitel des Hochwassers an der Schwarzen Elster hat in der Nacht zum Sonntag, 3. Oktober 2010, den Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt erreicht. «Die Lage ist unverändert angespannt», sagte der Sprecher des Landkreises, Ronald Gauert. Es gelte weiterhin Katastrophenalarm. Mit Tagesanbruch würden die Arbeiten an den Deichen fortgesetzt. Der Druck auf die Deiche sei immer noch hoch.

«Viele Deiche sind wie Wackelpudding», sagte ein Sprecher der Feuerwehrleitstelle Lausitz. Helfer verbauten nach Angaben des Elbe-Elster-Kreises rund 600.000 Sandsäcke. Weitere 4.000 Tonnen Kies wurden eingesetzt, um die Deiche zu stabilisieren. Am Samstagnachmittag, 2.10., war der Pegel der Schwarzen Elster bei Bad Liebenwerda unter den Richtwert für die höchste Hochwasser-Warnstufe 4 gefallen.

In Brandenburg gilt an der Schwarzen Elster und an der Pulsnitz im Landkreis Elbe-Elster trotz bereits leicht gesunkener Pegelstände noch immer die Alarmstufe 4. Die Lage sei aber stabil, hieß es beim Katastrophenschutzstab des Innenministeriums. Immer wieder mussten am Samstag Sickerstellen in den Deichen abgesichert werden. Der Pegelstand bei Herzberg sank im Vergleich zum Samstagabend um fünf Zentimeter auf 3,46 Meter.

700.000 Sandsäcke stützen die Deiche
In der Nacht zum Sonntag, 03.10.2010, bereiteten sich die meisten Helfer auf ihren Einsatz am Tag vor. Nur einige wenige kontrollierten die Deiche. Am Sonntag seien dann wieder mehr als 600 Helfer von Polizei, Bundeswehr und Feuerwehr im Einsatz, sagte Gauert. Dann würden auch neue Sandsäcke angeliefert. Bislang seien die Deiche mit etwa 700 000 Sandsäcken verstärkt worden.
Besonderer Schwerpunkt der Arbeiten am Sonntag sei der Deichbruch bei Meuselko, der am Samstag noch nicht wieder geschlossen werden konnte. Mehrere Sickerstellen bei Premsendorf müssten zudem mit oberster Priorität gesichert werden. Der Pegelstand bei Löben lag in der Nacht bei 3,04 Meter, Höchststand waren vor dem Deichbruch etwa 3,35 Meter. «Es gibt ein kleines Licht am Ende des Tunnels», meinte Gauert. Man könne aber noch nicht von Entspannung reden.

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