Deutschland: Giftiger Tausendfüßer bleibt verschwunden
Hennef (Deutschland): Auch zwei Wochen nach seiner Flucht aus dem Terrarium bleibt ein in Hennef (Rhein-Sieg-Kreis) ausgebrochener Tausendfüßer verschwunden. Die in der betroffenen Wohnung ausgelegten…
… Klebefallen seien am Donnerstag immer noch leer gewesen, sagte eine Sprecherin der Stadtverwaltung. Man gehe aber weiter davon aus, dass sich das Tier noch in der Wohnung des Mehrfamilienhauses befindet.
Der Mieter dieser Wohnung hält mehrere Haustiere, darunter auch Insekten und Reptilien. Als der auch Skolopender genannte, giftige Tausendfüßer am 30. September nicht mehr in seinem Terrarium aufzufinden war, verständigte die Lebensgefährtin des Mannes die Feuerwehr.
Skolopender sind nachtaktiv, aggressiv, schnell und äußerst wendig. Ihr Gift ist für den Menschen in der Regel nicht tödlich, allerdings sind ihre Bisse ausgesprochen schmerzhaft und führen unbehandelt zu langwierigen Entzündungen bis zur Gewebezerstörung.
Die Wohnung des Paares, das erst kurz zuvor in das Mehrfamilienhaus eingezogen war, bleibt weiter versiegelt. In der kommenden Woche sollen die Fallen nochmals von einem Kammerjäger kontrolliert werden. Sollten sie dann weiterhin leer sein, will der Experte mit Heißluftgeräten in der Wohnung eine Temperatur von über 100 Grad erzeugen. In diesem Fall würde das Eiweiß im Körper des Skolopenders zerstört, wodurch das Tier verendet. Die Kosten für den Einsatz des Kammerjägers liegen bereits bei mehreren Tausend Euro.
