Deutschland: Bayernweit einzigartige Feuerwehrausbildung
Unterföhring (Deutschland): „Man kann zu Recht stolz sein auf eine in Bayern in dieser Form einzigartigen Ausbildungseinrichtung“, sagte Kreisbrandrat Josef Vielhuber. Von anfangs neun verschiedenen Lehrgängen ist das Angebot auf 33 Ausbildungsmöglichkeiten angewachsen, …
… erläuterte Vielhuber im Bürgerhaus Unterföhring vor Gästen aus Politik und Wirtschaft. Jährlich absolvieren in der Ausbildungsstätte in Haar rund 1200 Teilnehmer ihre Lehrgänge – in den bislang 25 Jahren waren es über 22 000 Teilnehmer. Ob Brandschutzerziehung und -aufklärung, Rettungseinsatz bei S-Bahnen oder in Aufzügen, First Responder-Arbeit, Stressbewältigung, Jugendwart- und Gruppenführerfortbildung, Strahlenschutz, Gefahrengüter oder biologische Arbeitsstoffe – die Ausbildung kann laut Josef Vielhuber „mit Fug und Recht als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden“ und genieße „bei den Feuerwehren hohes Ansehen“.
Mit dem enormen Wachstum der Gemeinden und des Verkehrs und der Ansiedlung von Firmen sind in den vergangenen 25 Jahren auch die Anforderungen an die Feuerwehren gestiegen. Sensible Einrichtungen wie etwa der Forschungsreaktor sind im Landkreis zu finden, in verschiedenen Firmen und auch beim Transport auf der Straße spielen Gefahrgüter eine Rolle. Landrätin Johanna Rumschöttel lobte die Kreisausbildung als „eine nicht mehr wegzudenkende Ergänzung zur staatlichen Aus- und Fortbildung an den Landesfeuerwehrschulen“. Eine solide Aus- und Fortbildung sei für erfolgreiche Feuerwehreinsätze unerzichtbar, zumal die Anforderungen an das technische Wissen ständig wachsen.
Mit rund 1,7 Millionen D-Mark (865.000 Euro) hatte sich der Landkreis München 1985 am Bau des Feuerwehrgerätehauses Haar beteiligt, um dort auch eine zentrale Ausbildungsstätte zu schaffen. Dort gibt es unter anderem einen Lehrsaal für 100 Personen und eine Atemschutzübungsanlage. Der Landkreis beteiligt sich jährlich mit 18 Prozent an den Unterhaltskosten der gesamten Feuerwehreinrichtung in Haar und trägt die laufenden Kosten für die Aus- und Fortbildung. Landrätin und Kreisbrandrat lobten das Engagement und die Motivation der Ausbilder, die Feuerwehrler aus dem gesamten Landkreis schulen. Begann man 1985 mit 48 Ausbildern, sind es heute 120 – alles ehrenamtlich.
