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Schweiz: Übung außer Kontrolle -> Feuerwehr musste Feuerwehr rufen

Luzern (Schweiz): In Luzern geriet eine Löschübung außer Kontrolle. Plötzlich drohte ein ganzes Haus in Brand zu geraten.

Eine simple Feuerwehrübung hätte es werden sollen. Am Schluss mussten die Übenden eine Feuerwehreinheit alarmieren, um einen Schwelbrand zu löschen, berichtet die «Neue Luzerner Zeitung».

Doch alles der Reihe nach: Die Feuerwehr Stadt Luzern trainierte mit dem Polizei-Löschpikett in einem Klubhaus auf der Luzerner Allmend. Geübt werden sollte an jenem Dienstag, 2. November 2010, das Löschen von brennbaren Flüssigkeiten. «Dazu stellte der Übungsleiter eine Blechwanne mit Brennsprit in eine zum Abbruch bestimmte Hütte und zündete sie an», erzählt Feuerwehrkommandant Theo Honermann.

Das Styropor in der Dachverkleidung entzündete sich
Die rund zwanzig im Feuerwehrdienst ausgebildeten Polizisten wussten nicht, was sie im Innern erwartete. «Sie rüsteten sich mit Atemschutz und Wasser aus und begaben sich ins Klubhaus», so der Feuerwehrchef weiter. Wasser ist aber bei brennenden Flüssigkeiten die falsche Lösung. Darum drehten die Polizisten um und holten Schaumlöschmittel. «Als sie wieder ins Klubhaus zurückkehrten, war die Hitze so groß, dass das Dach anfing zu glimmen und zu rauchen», sagt Honermann. Das Styropor in der Dachverkleidung hatte sich entzündet.

Außer der Blechwanne hätte im Klubhaus aber gar nichts brennen sollen. «Wir dürfen nicht zu Übungszwecken Häuser anzünden, auch wenn sie abgerissen werden», betont der Kommandant. Der Übungsleiter alarmierte darum sofort das Tagespikett der Luzerner Feuerwehr.

Klubhaus mit Schaum eingedeckt
Der Vorfall sorgte in Luzern für Schmunzeln und auch bei der Feuerwehr ist man halb verärgert, halb amüsiert über das Missgeschick. «Wir wollten einen möglichst realistischen Einsatz simulieren, das ging schief. Sonst arbeiten wir meist mit Rauchmaschinen, da fehlt aber die Hitze völlig», sagt Honermann. Man stehe darum dazu, einen Fehler gemacht zu haben. «Das sollte eigentlich nicht passieren.»
Die angerückte Feuerwehr leistete vollen Einsatz. Statt der Blechwanne, wurde gleich das ganze Klubhaus mit Schaum eingedeckt. «Wir mussten das Dach öffnen, um mögliche verborgene Glimmstellen auszumachen», sagt Honermann. Gebrannt habe die Hütte aber nie.

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