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Deutschland: Dramatische Einsätze 2010 der Hochtaunusfeuerwehren

Hochtaunus (Deutschland): Zwei Menschen starben im Jahr 2010 bei Bränden in Weilrod und in Oberursel. Es waren wohl die dramatischsten der insgesamt knapp 3.100 Einsätze für die Frauen und Männer der Hochtaunuswehren.

Bei Bränden im Hochtaunuskreis gab es außer mehreren Verletzten und hohen Sachschäden leider auch zwei Todesopfer zu beklagen. Im ersten Quartal des Jahres kamen bei Wohnungsbränden in Weilrod und Oberursel-Oberstedten zwei Menschen ums Leben. Sie starben an Rauchgasvergiftungen.

Bei dem Brand in dem Weilroder Ortsteil Altweilnau im Februar hatte eine Kerze die Matratze entzündet. Der 53 Jahre alte Bewohner erstickte, noch an der Brandstelle hatten Feuerwehrleute versucht, den Mann wiederzubeleben. In Oberstedten hatte im März eine glimmende Zigarette die Wohnung in Brand gesteckt. Die Feuerwehr barg die 83 Jahre alte Bewohnerin zwar noch aus ihrer Wohnung, doch sie erlag im Rettungswagen der erlittenen Rauchvergiftung.

Bei einem Großbrand in einem metallverarbeitenden Betrieb in Niederreifenberg entstand am Abend des 3. August und in der Nacht zum 4. August ein Sachschaden von mindestens einer halben Million Euro. Es war der größte Einsatz der Feuerwehr in den vergangenen zehn Jahren. 240 Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehren waren bis zu zehn Stunden im Einsatz. Sie kamen aus allen Schmittener Ortsteilen, aus Usingen, Wehrheim, Neu-Anspach, Bad Homburg-Stadt, Kronberg, Königstein und den Ortsteilen von Glashütten. Stundenlang wurden die immer wieder auflodernden Flammen bekämpft. Das Feuer war möglicherweise in der ölbefeuerten Kesselanlage, in der das Zink erhitzt wird, ausgebrochen. Nachbarn wollen mehrere Explosionen oder Verpuffungen gehört haben.

Glimpflich ging ein Brand in einem fünfgeschossigen Wohnhaus in der Wallstraße in Bad Homburg am 27. Oktober aus. Dabei schwebten neun Menschen zeitweilig in Lebensgefahr. Der Brand war aus unbekannten Gründen in einer an das Haus angrenzenden Garage ausgebrochen. Mit 12 Fahrzeugen und 53 Mann waren die Homburger Wehren im Einsatz. Da in einem Teil der Wallstraße Bauarbeiten durchgeführt wurden, konnten keine Drehleitern eingesetzt werden, um die neun Menschen zu retten, die sich im Haus befanden. Erst nachdem die Brandschützer das Feuer gelöscht hatten, konnte das Haus evakuiert werden. Alle Geretteten erlitten Rauchvergiftungen, vier von ihnen wurden in die Kliniken in Bad Homburg und Frankfurt-Höchst gebracht.

Ein großer Fahndungserfolg gelang der Bad Homburger Kriminalpolizei. Sie überführte einen 25-Jährigen in Kirdorf wohnenden Mann als Serienbrandstifter. Ihm werden 71 Containerbrände in der Zeit vom 9. April 2006 bis zum 14. Oktober 2010 zur Last gelegt.

Äußerst gefährlich wurde es auch bei einem Küchenbrand in der Bad Homburger Louisenstraße am 4. November. Denn die Feuerwehr wurde zwar zügig alarmiert, sie konnte aber nur unter großen Problemen zur Einsatzstelle kommen. Parkende Autos hatten die Rettungswege zugestellt.

Einen Schreck dürften auch der Fahrer und die Passagiere eines Taxis am 2. Oktober erlitten haben. Der Wagen ging während der Fahrt auf der B 456 in Höhe von Dornholzhausen in Flammen auf. Kuriosität am Rande: Nachdem das Feuer gelöscht war, mussten die Passagiere des ausgebrannten Taxis die Fahrtkosten von Frankfurt bis Dornholzhausen entrichten.

Frankfurter Neue Presse

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