Staffelstart „Rescue Me“: Zynische Firefighter
Denis Leary spielt den coolen Tommy, Mitglied der New Yorker Feuerwehreinheit, die voll ist von kaputten Typen wie ihn
Tommy Gavin ist bestimmt die größte Dreckschleuder im Serienkosmos. Zyniker, Kettenraucher, Ex-Alkoholiker, katastrophaler Ex-Ehemann, mieser Sohn, illoyaler Bruder, höchstens bemühter Vater, 24 Stunden am Tag entschlossen testosterongesteuert – und ein Held. Als New Yorker Feuerwehrmann begibt er sich regelmäßig in höchste Gefahr. Anerkennung gab’s dafür nach 9/11, inzwischen regiert wieder der Alltag. Nur das Trauma blieb. Die bizarren Auswirkungen verhandelt Rescue Me.
Denis Leary spielt den coolen Tommy, Mitglied der New Yorker Feuerwehreinheit, die voll ist von kaputten Typen wie ihn. Nicht minder abgefahren ist seine unberechenbare Schwester, grandios: Tatum O’Neal. Insgesamt ergibt das eine stark abgebrühte Spielart New Yorker Paranoia.
Die Serie entstand aufgrund Learys persönlichen Erfahrungen: 1999 starben sechs Feuerwehrmänner aus seiner Heimatstadt Worcester bei einem Einsatz. Damals gründete er die Leary Firefighter Foundation. Nach dem 11. September rief er für die Angehörigen der getöteten 343 Feuerwehrleute einen weiteren Fond ins Leben. Bis heute treibt er dafür Geld auf, sorgt für Ausrüstung und Fortbildungen.
Der Abokanal TNT Serie im Angebot von Sky startet Samstag, 9. April 2011, 21 Uhr, die fünfte Staffel mit Michael J. Fox als Stargast. Im Free-TV läuft die Serie freitags auf dem ProSiebenSat.1-SenderSixx. In den USA geht Rescue Me im Juni in die vorletzte, sechste Saison.
Firemens Prayer – 6 tote Feuerwehrleute in Worcester (hier auf Fireworld.at)
