Oö: Ursache für Absturz eines Fw-Mannes beim Abseilen noch unklar
Feldkirchen/Donau (Oö): Nach dem schweren Unfall bei einer Abseilübung der Feuerwehr Landshaag am Samstag, 31. März 2012, in Feldkirchen/Donau hat Landesfeuerwehrkommandant Wolfgang Kronsteiner bis zur Klärung der genauen Unglücksursache die weitere Benutzung von Abseilgeräten bei Einsätzen und Übungen vorläufig verboten.
Am Sonntag vor einer Woche hatte sich das moderne Rettungsgerät bei der sogenannten „Stellprobe“ beim Kurhaus Bad Mühllacken noch bewährt. Doch diesmal war alles anders. Während der Einsatzübung (Höhenrettung) stürzte der 27-jährige Kurt P., ein erfahrener Feuerwehrmann der Lands-haager Wehr, gegen 14.50 Uhr beim Versuch, sich aus 10,5 Metern abzuseilen, plötzlich fast ungebremst an der Abseilhilfe zu Boden. Er landete in einer Wiese und blieb mit Knochenbrüchen liegen, war aber ansprechbar. Nach der Erstversorgung durch Kameraden und Sanitäter des Samariterbundes wurde P. mit dem Notarzthubschrauber ins AKH Linz geflogen.
Dort wurde er gestern am Fuß operiert, ein Eingriff an der Wirbelsäule steht noch bevor. Laut Auskunft des AKH hat Kurt P. keine bleibenden Schäden davongetragen. Er habe großes Glück gehabt.
Die Feuerwehr Walding hatte ihren Landshaager Kameraden für die Übung neben dem Feuerwehrhaus Landshaag nahe der Donaubrücke Aschach die neue Teleskopmastbühne zur Verfügung gestellt. Drei Maschinisten aus Walding bedienten das Bergegerät, während die Männer der Lands-haager Wehr paarweise in den Korb stiegen und den Einsatz bei einer Personenrettung aus großer Höhe übten. Dabei mussten sie sich oben am Gelenksmast mit einer Schlaufe in die Umlenkrolle des Hubrettungsfahrzeugs einklinken und sich im „Pendelverkehr“ abwechselnd langsam zu Boden gleiten lassen.
„Wir sind alle verunsichert“
Als Kurt P. an der Reihe war, passierte das Unglück. „Was dazu geführt hat, ist für uns völlig rätselhaft“, sagte gestern Rudolf Reiter (54), Abschnitts-Feuerwehrkommandant von Ottensheim: „Wir haben das Gerät schon zig-mal verwendet, noch nie ist was passiert, wir sind alle geschockt und verunsichert.“ Die Abseilhilfe wurde von der Polizei beschlagnahmt, Experten suchen nach den Ursachen des Unglücks.
