USA: Sturm Sandy mit verheerenden Folgen: Notstand ausgerufen
USA:Nach dem Durchzug des Wirbelsturms «Sandy» entspannt sich in Teilen der Millionenstadt New York die Lage. Die Fluten gingen zurück. US-Präsident Barack Obama rief für Washington und New York sowie für die Bundesstaaten Maryland, Massachusetts und Delaware den Notstand aus.
Die Entscheidung ermöglicht es, den vom Sturm Betroffenen, Bundesgelder zu beantragen, etwa für den Wiederaufbau ihrer Häuser oder für die Unterbringung in Ersatzwohnungen. Im Bundesstaat New York sind 1,5 Millionen Menschen ohne Strom. In New York stehen sieben U-Bahn-Tunnel unter Wasser.
Ein Großbrand in einem überschwemmten Bezirk des New Yorker Stadtteils Queens zerstörte in der Nacht auf den 30. Oktober 2012 mindestens 50 Häuser. Mehr als 190 Feuerwehrleute waren in Breezy Point im Einsatz, wie die Behörden mitteilten. Zwei Menschen wurden bei dem Feuer leicht verletzt.
Der Brand wurde nach Angaben der Feuerwehr am späten Montagabend (Ortszeit) aus einem vom Sturm «Sandy» überschwemmten Gebiet auf der Halbinsel Rockaway am Atlantik gemeldet.
Nach seinem Zerstörungszug an der US-Ostküste liess der Wirbelsturm an Stärke nach. Auf seinem Weg ins Landesinnere hatten die Windböen noch Geschwindigkeiten von 105 Stundenkilometern, wie das in Miami ansässige Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) mitteilte.
Laut nationaler Wetterbehörde befand sich das Auge des Sturms um 10.00 Uhr MEZ 145 Kilometer westlich der Stadt Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania.
Das NHC warnte weiter vor schweren Stürmen und Überschwemmungen. Ausserdem werde «Sandy» voraussichtlich starken Schnee im Landesinneren bringen. Zwischen 30 und 90 Zentimeter Neuschnee könnten demnach im Bundesstaat West Virginia fallen.
Nach einer ersten Expertenschätzung könnte Wirbelsturm «Sandy» an der US-Ostküste Gesamtschäden von bis zu 20 Milliarden US-Dollar angerichtet haben. Diese Zahl nannte der auf Risikoanalysen spezialisierte Versicherungsdienstleister Eqecat in der Nacht zum Dienstag in Oakland.
Der Sturm wirkte sich bereits auf den Endspurt zur US-Wahl am 6. November aus. Sowohl Präsident Barack Obama als auch sein Herausforderer Mitt Romney sagten mehrere Termine ab. Obama kehrte von einer Wahlkampftour in Florida nach Washington zurück und rief die Bevölkerung eindringlich dazu auf, den Anweisungen der Behörden zu folgen.
