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Vbg: Feuerwehr-Geld: Wallner wittert Schnellschuss

Vorarlberg: Landeshauptmann Markus Wallner sieht im Vorschlag zur Entgeltfortzahlung für Feuerwehrleute einen Versuch von Verteidigungsminister Norbert Darabos noch vor der Volksbefragung im Jänner Stimmung für die Wehrpflichtabschaffung zu machen.

Bei Lawinen, Schäden nach starken Stürmen oder Überschwemmungen kommen auch Feuerwehrleute zum Einsatz. Manche müssen für dafür Urlaub nehmen, andere müssen die verlorene Zeit einarbeiten. Wenn es nach der Bundes-SPÖ geht, soll sich das ändern: Künftig sollen Arbeitgeber ihre Mitarbeiter, die als Feuerwehrmitglieder im Katastropheneinsatz stehen, normal weiterbezahlen und dann vom Staat das Geld zurückbekommen.

Wallner: „Lass mir ungern ins Handwerk pfuschen“
Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat erklärt, sie werde über das Thema auch mit dem Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) reden, der bei der nächsten Landeshauptleutekonferenz den Vorsitz hat. Reden könne man über alles, so Wallner – jedoch wittert er hinter der Idee zur Entgeltfortzahlung einen Schnellschuss des Verteidigungsministers Norbert Darabos (SPÖ). Dieser wolle mit seinem Vorschlag noch vor der Volksbefragung im Jänner Stimmung für die Abschaffung der Wehrpflicht machen.
In das laut Wallner sehr gute Vorarlberger Sicherheitsnetz sollten aber keine Löcher hineingerissen werden. Er lasse sich ungern ins Handwerk pfuschen von einem Minister, der nicht wisse, wie er die nächsten Wochen überleben soll.

Landesfeuerwehrkommandant begrüßt Vorschlag
Landesfeuerwehrkommandant Hubert Vetter sieht das weniger kritisch: Für ihn ist dieser Vorschlag der Bundes-SPÖ eine Idee im Sinne der Feuerwehren, da Geld vom Staat es den Unternehmen erleichtern würde, ihre Arbeitnehmer für den Katastropheneinsatz freizustellen.

Jenny (WK): Viele Unternehmen zahlen bereits
Bei den Arbeitgebern sieht man offenbar keinen dringenden Bedarf nach einer Regelung der Entgeltfortzahlung – das sagen zumindest die Spitzen der Wirtschaftskammer. Laut Präsident Manfred Rein stärkt das Zusammenwirken von Unternehmen und Feuerwehren das Verständnis füreinander.
Christoph Jenny, stellvertretender Direktor der Wirtschaftskammer, erklärt dass bereits jetzt schon viele Unternehmen kulanterweise weiterzahlen würden, wenn einer ihrer Mitarbeiter in einen Feuerwehreinsatz geht.

ORF Vorarlberg

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