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Neues Leckdicht-System –> Stoll Seal System

Ein Leck in einem Gefahrstofftank – gefährliche Flüssigkeit tritt aus! Jetzt ist schnelles Handeln gefragt um schlimme Umweltschäden zu vermeiden. Eine Abdichtung, die sich schnell und sicher anbringen lässt wird benötigt.

Genau die war aber bisher ein Problem. Das hat sich nun geändert: Martin Stoll hat sich diesem Thema angenommen und ein einzigartiges Abdichtungssystem entwickelt. Auf der Basis von Hochleistungsmagneten für alle ferromagnetischen Behältnisse und mit Hilfe von Vakuumsaugern, konisch gefertigten Spreizgewinden aus hochwertigem Stahl für Risse und mit speziell gefertigten Dübeln (Klappdübeln für Löcher) in Alu – Kupfer und Edelstahl sind sie somit für verschiedenste Anwendungsbereiche zu nutzen.

Bilder einer Umweltkatastophe im Fernsehen vor über 5 Jahren waren der Anlass sich Gedanken über ein neues Dichtungssystem zu machen, erklärte Elektromeister Martin Stoll. “Ein Schiff war leck geschlagen und die Abdichtung bereitete große Probleme.“ Ähnliches hört man immer wieder, wenn Gefahrstoffunfälle passieren. Die Zeit bis zur vollständigen Abdichtung eines Lecks dauert mit den herkömmlichen Abdichtverfahren in den meisten Fällen viel zu lang und die Umwelt erleidet teilweise erheblichen Schaden. Oftmals sind die undichten Stellen auch extrem schwierig zu erreichen.

Dies bestätigten auch Feuerwehren, Wasserschutzpolizisten, Schiffsbauer und Taucher, die Stoll nach ersten Versuchen kontaktierte. Bei seinen Überlegungen stieß der 66-jährige Freiburger auf neuartige Hochleistungsmagnete aus Neodym.

Ein System für unterschiedliche Anforderungen
Nach ersten Prototypen 2011 plante Stoll sieben verschiedene Dichtungskonstruktionen mit Magneten, um unterschiedlichste Lecks schließen zu können: eine Flachdichtung für nicht oder leicht gewölbte Flächen, eine Dichtschiene, eine Rohrdichtung, einen Kehlnahtdichtung und drei verschiedene Pontondichtungen.

Die Grundkonstruktion aller Dichtungen ist immer dieselbe. Scheibenförmige Magnete drücken ein Dichtungsgummi auf den Untergrund. Bei manchen sind die Magnete in die Dichtung integriert, bei anderen mit dieser über einen Bügel verbunden. Auf den Magneten sitzen Metallteller, die per Sechskantschrauben samt Mutter mit den Magneten verbunden sind. Die Dichtungen lassen sich ganz einfach und sehr schnell von den Einsatzkräften per Hand auf magnetischem Material positionieren. Durch die extreme Magnetkraft werden die Gummis fest auf das Leck gedrückt und der Flüssigkeitsaustritt dadurch sofort unterbunden. Doch nicht nur das Anbringen sondern auch das Entfernen der Abdichtungen ist genial einfach: Zum Lösen der Dichtungen werden die Sechskantschrauben in Richtung Untergrund gedreht. Die Magnete heben sich dadurch und die Dichtung kann entfernt werden.

Den praktischen Einsatz hat die Dichtung bereits mehrfach bewiesen und problemlos bestanden:
Ein Berufstaucher, der unsere Flachdichtung FD-01 zu persönlichen Begutachtung von uns erhalten hatte, wurde zu einem havarierten Schiff gerufen. Die in wenigen Minuten über der Leckage an der Außenseite des Schiffes angebrachte Dichtung hat den Wassereinbruch augenblicklich gestoppt und die Weiterfahrt des Schiffes für drei Monate ermöglicht bis die Leckage über Weihnachten in einer Werft repariert wurde. Weiter wurde die Rohrdichtung RD-01 im Sommer 2012 auf eine Leckage einer Kühlwasserleitung eines Kraftwerkes aufgebracht, um ein Abschalten der Anlage zu verhindern. Diese Dichtung befindet sich heute noch dort im Einsatz.
Da Wasser, Öl und Säuren den Dichtungen nichts anhaben können sind diese sehr vielfältig einzusetzen. „Je nach Komponente widersteht das System Betriebsdrücken von 0,1 bis 30 bar und Temperaturen zwischen -40 und +250 Grad Celsius“, erklärt Martin Stoll.

Praxistests mit Feuerwehrbeteiligung:
An Praxistests während der Entwicklungsphase waren die Feuerwehr Freiburg, die uns den Gefahrgutbehälter zur Übung bereit stellte und zwei Feuerwehrschulen für erste Tests beteiligt. In einem gemeinsamen Projekt wurden die Prototypen auf Feuerwehrtauglichkeit geprüft. Auch Tests bei der Feuerwehrakademie Hamburg und der Landesfeuerwehrschule Bruchsal verliefen erfolgreich. „Schon bei den ersten Versuchen am Übungstank der Feuerwehr Freiburg“, erinnert sich Stoll, „ konnten wir die Lecks schnell abdichten. Allerdings wurde uns klar, dass wir noch in Sachen Funkenbildung durch elektrostatische Aufladung und Funkenschlag nachbessern mussten“.
Eine Lösung dieser Probleme gelang Stoll durch folgende drei Maßnahmen: der Beimischung von Graphit durch die Hersteller der Dichtstoffe in die Dichtgummis, einer Erdungsleitung für die Verbindung von Dichtung und abzudichtendem Gegenstand sowie durch eine Kupfer-Eloxierung der Magnete zur Verhinderung von Funkenschlag. „Dadurch“, berichtet der Erfinder, „haben wir den EX-Schutz der Dichtungen nach EN 13463 ´Nichtelektrische Geräte´ für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen nachgewiesen und die ATEX-Zertifizierung erhalten“.

Lösung für nichtmagnetische Behälter
Seit neustem liefert Stoll sogar eine Abdichtung für nichtmagnetische Behälter, wie z. B. Alu, Kupfer oder Edelstahl. Hierfür stehen drei unterschiedliche Verankerungsmöglichkeiten zur Kraftübertragung auf die entsprechenden Dichtungen zur Verfügung:
Speziell gefertigte Vakuumsauger werden eingesetzt, welche die Haftkräfte über ein Gestänge auf eine Dichtung übertragen und die Leckage schließen.
Bei Rissen werden die Kräfte für die Anbringung einer Dichtung von einem konischen Spreizgewinde erzeugt, das mit einem Anker verbunden in die jeweilige Leckage eingedreht werden kann und dort einem Dübel ähnlich festsitzt und die Anpressung einer Dichtung ermöglicht.
Unfallbedingte Löcher werden geschlossen, indem ein in die Dichtung integrierter Klappdübel in die Leckage eingeführt wird und hierdurch der entsprechende Anpressdruck zur Abdichtung erzeugt wird.
Selbst das Schließen von leck geschlagenen Schiffen von der Innenseite als auch von außen ist mit den neuen Dichtungen möglich. Ab Frühjahr 2013 werden die Dichtungen von einer Binnenschifffahrtsschule zur Leckabwehrübung verwendet. Vertrieben wird das einzigartige System exklusiv über Stolls Vertriebspartner, die Fritz Massong GmbH.

Entwickler:
Martin Stoll
Grünlandstrasse 3
70108 Freiburg
http://www.stoll-system.de

Vertrieb:
Fritz Massong GmbH
Schießgartenweg 8a
67227 Frankenthal
Telefon: +49 6233 365-0
Fax: +49 6233 365-450
info@massong.com
http://www.massong.com

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