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Stmk: Massive Unwetter in Teilen der Steiermark

Steiermark: Eine Hundertschaft an Feuerwehrkräften steht am 7. Mai 2013 seit kurz nach Mitternacht in den vom Unwetter betroffenen Gebieten im Einsatz. Besonders dramatisch ist die Situation im Bezirk Graz-Umgebung. Auch die Landeshauptstadt Graz blieb nicht verschont.

Update: 17.15 Uhr

Der Hotspot dieser Unwetternacht liegt im Süden der Landeshauptstadt Graz. Besonders betroffen sind hier im Bezirk Graz-Umgebung die Gemeinden Grambach, Hausmannstätten, Fernitz, Gössendorf und Thondorf. Wie Bereichsfeuerwehrkommandant OBR Gerhard Sampt in einer ersten Bilanz berichtet, sind aktuell „37 Feuerwehren im Einsatz, die derzeit 200 Einsatzadressen abzuarbeiten haben. Diese Zahlen werden aber wohl noch um das gleiche Ausmaß steigen, da viele Bewohner erst in den Morgenstunden die Folgeschäden des Unwetters sehen werden“. Weitere Feuerwehren stehen im Bedarfsfall sofort zur Verfügung.

In den vom Unwetter betroffenen Gebieten sind zahlreiche Bäche über die Ufer getreten, ganze Siedlungen stehen unter Wasser. „Wo bereits gepumpt werden kann, dort wird mit Hochdruck gepumpt“ stellt Bereichsfeuerwehrchef Gerhard Sampt fest und merkt an, dass „es in einigen Bereichen noch gar nicht möglich ist, weil noch immer massiv Wasser nachströmt bzw. eine Zufahrt derzeit nicht möglich ist“. Im Tunnel „Himmelreich“ ist die Elektrik ausgefallen, eine Durchfahrt „maximal nur von Einsatzfahrzeugen möglich“, berichtet Sampt weiter.

Überflutungen auch in Graz
Ähnlich dramatisch stellt sich die Situation in der Landeshauptstadt dar. Zahlreiche Kräfte der Berufsfeuerwehr stehen hier im Unwettereinsatz. Unterstützt werden sie seit kurz nach Mitternacht von Kräften der Freiwilligen Feuerwehr Graz. „Bis zwei Uhr Früh gingen schon ca. 100 Notrufe bei der Berufsfeuerwehr ein“, weiß Erwin Wurzinger, Pressesprecher der Berufsfeuerwehr Graz zu berichten. Hier konzentrieren sich die Einsatztätigkeiten vor allem auf die Bezirke Andritz und St. Peter. Tiefgaragen und Keller müssen ausgepumpt werden. Auch in Graz ist mit einem weiteren Anstieg der Einsätze am frühen Morgen zu rechnen, wenn das wahre Schadensausmaß bei Tageslicht zu sehen ist.

Einsätze auch in anderen Bezirken
Die Unwetterfront, die mit Starkregen großen Schaden in Graz und Graz-Umgebung angerichtet hat, erstreckte sich bis in den Bereich Wildon (Leibnitz), wo Feuerwehrkräfte ebenfalls mit Pumparbeiten beschäftigt sind. Auch aus dem Bezirk Weiz werden aktuell Einsätze gemeldet.

UPDATE PER 08.11 Uhr:

• 39 Mann von fünf Feuerwehren vom KHD-Zug
(Katastrophenhilfsdienst) des Bereichsfeuerwehrverbandes Voitsberg
– die unter dem Kommando des KHD-Kommandanten ABI Franz Draxler stehen – unterstützen bereits seit mehreren Stunden die Einsatzkräfte in der Landeshauptstadt Graz. Insgesamt sind die Voitsberger Feuerwehrkräfte mit sieben Fahrzeugen und entsprechendem technischen Gerät in der Landeshauptstadt eingesetzt.

UPDATE PER 10.45 Uhr:

Wie der Feuerwehrkommandant der FF Gleisdorf, HBI Jürgen Hofer, per 09.20 Uhr berichtet, sind die Pegelstände bei Rabnitz und Raab im Fallen, von einer vorsichtigen Entspannung der Lage kann gesprochen werden.

Wie bereits in den frühen Morgenstunden mitgeteilt, ist die Raab im Gebiet um St. Ruprecht flußabwärts bis St. Margarethen an der Raab (Bez. Weiz) an mehreren Stellen über die Ufer getreten. Dabei wurden teilweise Keller überflutet, vorwiegend aber landwirtschaftliche Flächen. Von den Feuerwehrkräften wurden bereits im Vorfeld zur kritischen Marke Brücken gesperrt und zum Teil Sandsacksperren errichtet.

Aktuell werden von den Feuerwehrkräften vor Ort bereits Reinigungsarbeiten an den Straßen durchgeführt bzw. Verklausungen entfernt.

KHD-Einheit aus dem Bezirk Voitsberg rückt wieder ein
Jene fünf Feuerwehren aus dem Bezirk Voitsberg, die zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr in Graz seit ca. 01:30 Uhr Pumparbeiten durchgeführt haben, haben ihre Einsatzaufträge erfolgreich abgearbeitet und sind aktuell auf der Heimreise.

Weiters stehen in Kapfenberg derzeit fünf Feuerwehren mit rund 70 Mitgliedern im Einsatz, um Auspumparbeiten durchzuführen und Sandsäcke vorzubereiten.

Update per 15.20 Uhr:
Wie soeben bekannt gegeben, sind in der Landeshauptstadt Graz von den rund 230 aufgelaufenen Einsätzen bis auf in etwa ein Drittel alle Einsätze abgearbeitet. Die Arbeiten der eingesetzten Feuerwehrkräfte laufen natürlich ungebrochen auf Hochtouren weiter.

Update per 17.15 Uhr:
Starkregen löste Hangrutschung in Kapfenberg aus
In der Nacht von 06. auf 07. Mai 2013 zog eine Starkregenfront über Kapfenberg. Im Raum Kapfenberg – Diemlach sorgte diese für einen Murenabgang in einer Siedlung. Der ohnehin bereits stark aufgeweichte Boden konnte die Wassermassen nicht mehr aufnehmen, woraufhin der Hang auf einer Länge von 200 m abrutschte.
Die Freiwillige Feuerwehr Kapfenberg – Diemlach wurde um 03:51 Uhr von der Bereichsalarmzentrale „Florian Bruck“ alarmiert. Sofort rückten 3 Fahrzeuge zum Einsatzort aus um die gewaltigen Schlammmassen zu beseitigen. Zur Unterstützung mussten weitere Kräfte von den Nachbarfeuerwehren nachalarmiert werden. Es wurde stellenweise knietiefer Schlamm weggeschaufelt und die Wohnungen mit Sandsäcken vor dem Eindringen weiterer Wassermassen geschützt. Für die Beseitigung des Wassers und des Schlammes sowie dem befüllen von Sandsäcken standen etwa 100 Mann im Einsatz.

Die Aufräumarbeiten dauerten bis in die Nachmittagsstunden an. Seitens der Stadtgemeinde Kapfenberg, der BH Bruck und einem Geologen wurde der Hang auf weitere abrutschgefährdete Stellen überprüft.

http://www.feuerwehr-diemlach.at

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