Oö: Großübung Busunglück mit Einsatzkräfte-Großaufgebot in Traun

Traun (Oö): Übungsannahme: Ein Bus mit rund 30 Insassen kollidiert auf der Freilandstraße in einer Kurve mit einem PKW, beide Fahrzeuge schlittern dadurch über eine Böschung, der Bus kommt auf der Seite zum liegen.
Ein unmittelbar nachfolgender PKW kracht weiters in das Bus-Heck, die Insassen beider PKW’s sind noch in ihren Fahrzeugen eingeklemmt. Im Bus sind etliche Fahrgäste leicht bis schwer verletzt und im Fahrzeuginneren teils noch zwischen den Sitzen eingeschlossen.
Übungsverlauf:
Die nacheinander eintreffenden Einsatzkräfte gleichen einer wahren Rettungs-Armada, bestehend aus Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren Traun und Hörsching sowie der Trauner Betriebsfeuerwehr Dr. Franz Feurstein, rund 20 Rettungsfahrzeugen aus dem Zentralraum, drei Notärzten sowie auch dem Notarzthubschrauber Christophorus 10 aus Hörsching. Das Eintreffen aller Fahrzeuge wurde bewusst zeitversetzt eingeplant, wie es annähernd auch im realen Leben geschehen würde.

Die Einsatzstelle wird dabei in wesentliche Abschnitte gegliedert (Bus, Pkws, Triage). Die Einsatzleiter und Kommandanten der Einheiten arbeiten dabei Hand in Hand, um eine effiziente und rasche Rettung aller Beteiligten zu gewährleisten. Mit dem Rüstlöschfahrzeug der FF Traun wird umgehend per Seilwinde eine unabdingbare Sicherung des umgestürzten Busses eingerichtet, die Fahrzeugeinheiten werden jeweils den verschiedenen Einsatzabschnitten zugeteilt. Aus beiden Pkws werden von den Feuerwehren die Eingeklemmten mittels hydraulischer Rettungsgeräte befreit. Die Verletzten im Bus können zum Glück ohne großes technisches Gerät befreit werden.

Die mit absolut realistischen Verletzungsmustern geschminkten Patienten als auch Unverletzten werden sofort dem am Gelände der nahen Fa. EFKO eingerichteten Triage- und Sammelplatz zugeführt. Sämtliche rund 30 Verletzten wurden in weiterer Folge mit Sanitätsfahrzeugen bzw. auch per NAH Christophorus 10 real in das UKH Linz eingeliefert. Speziell durch all diese Besonderheiten und Herausforderungen der Großübung waren auch etliche Übungsbeobachter aller Einsatzorganisationen vor Ort, um die Erkenntnisse daraus im Folgenden entsprechend evaluieren zu können.

Thomas Andexlinger, 2. Kdt-Stv. der FF Traun, als Übungs-Einsatzleiter: „Die Herausforderung für uns bestand vor allem in der Koordination und Priorisierung der Rettungsmaßnahmen bei dieser hohen Anzahl an Verletzten. Durch den Leitenden Notarzt wurden die entsprechenden Prioritäten gesetzt, die Feuerwehrkräfte konnten fließend und präzise die weitere Rettung durchführen.“

Positives Resümee auch vom Trauner Feuerwehrkommandanten und Übungsbeoachter, Oskar Reitberger: „Aus der Beobachterposition zeigte sich sehr gut das wahre Ausmaß dieser Armada an Rettungskräften, eingespielt ähnlich einem tickenden Uhrwerk. Beeindruckend mitanzusehen waren auch die routinierten Handgriffe und das perfekte Zusammenarbeiten aller Beteiligten.“

Insgesamt standen von Feuerwehr und Rettungsdienst rund 40 Fahrzeuge und etwa 80 Einsatzkräfte im Übungseinsatz!
