Nö: Brandstifter-Geständnis: Wollte bei Einsätzen dabei sein …
Korneuburg (Nö): Wegen Brandstiftung steht am 3. April 2014 ein 23-jähriger ehemaliger Feuerwehrmann in Korneuburg vor Gericht. Er soll zwölf Brände gelegt haben. Vor Gericht legte er gleich zu Beginn der Verhandlung ein Geständnis ab.
„Ich bekenne mich schuldig. Es war der größte Fehler meines Lebens“ sagt der Angeklagte mit zittriger und weinerlicher Stimme vor der Richterin. Er habe all diese Brände gelegt. Für zwei Brände, einen Auto- und einen Scheunenbrand, sei er nicht verantwortlich. Der Mann habe sich bei der Radikalität der Brandstiftungen stets gesteigert, sagt die Richterin. Anfangs habe er Wiesen, Strohballen und Scheunen in Brand gesetzt, später den Wohnwagen seines Vaters, ein Pfarrheim und ein unbewohntes Einfamilienhaus. Bei seiner vermeintlich letzten Tat, einem Brand im Feuerwehrhaus in Hainburg, wurde der Mann wenig später gefasst.
Der Mann, der bei der Feuerwehr tätig war, wollte bei Einsätzen dabei sein, sagt Verteidiger Arthur Machac. Der Schaden der Brandstiftungen beläuft sich laut Staatsanwaltschaft auf knapp 500.000 Euro. Dem Mann droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.
500.000 Euro Schaden: Fünf Monate lang dauerte die Brandserie, die im Raum Hainburg vergangenes Jahr für Aufregung sorgte – mehr dazu in Polizei fahndet nach Brandstifter. Ende Dezember wurde mit dem 23-Jährigen ein Verdächtiger gefasst – mehr dazu in 15 Brandstiftungen in Hainburg geklärt. Insgesamt werden dem Mann zwölf Brandstiftungen und sechs Sachbeschädigungen durch Anzünden zur Last gelegt. Der durch die Taten entstandene Gesamtschaden beläuft sich laut Staatsanwaltschaft auf knapp 500.000 Euro. Bei dem Prozess sind zahlreiche Zeugen geladen. Ein Urteil wird für heute Nachmittag erwartet.
