Stmk: Hochwasser-Planspiel in Hartberg-Fürstenfeld
Hartberg-Fürstenfeld (Stmk): Vor einer Woche haben Gewitter im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld für Überschwemmungen, umgestürzte Bäume und geflutete Keller gesorgt. Dieses Szenario wird am Dienstag, 20. Mai 2013, als Planspiel wiederholt – erstmals seit Bestehen des neuen Bezirks.
Die Übungsannahme sieht heftige Niederschläge aufgrund einer Tiefwetterlage inklusive Hochwasser in der Pöllauer Saifen, dem Safenbach und der Feistritz vor; in weiterer Folge stürzen Brücken ein, Hänge rutschen ab und Häuser müssen evakuiert werden.
Mitwirken sämtlicher Einsatzkräfte: Die Ereignisse der letzten Tage hätten gezeigt, dass eine derartige Übung sinnvoll und zweckmäßig sei, so der Bezirkshauptmann von Hartberg-Fürstenfeld, Max Wiesenhofer: „Damit ergibt sich schon ein Sinn und Zweck dieser Übung, das heißt wir haben unseren Führungsstab in der Bezirkshauptmannschaft Hartberg-Fürstenfeld neu zusammengestellt, wir wollten mit dieser Übung, bei der auch alle Einsatzorganisationen unseres Bezirkes mitwirken, erproben und beüben.“
Von Feuerwehr, Polizei und Rettung über das Kriseninterventionsteam bis zu Experten des Landes und der BH nhmen über hundert Personen an der Übung teil. Das Bundesheer errichtet zu Übungszwecken eine Brücke über die Pöllauer Saifen – die einzige Maßnahme, die die Bevölkerung von dem Planspiel zu sehen bekommt.
Planerstellung nach EU-Vorgaben: Es gehe vor allem darum, interne Abläufe zu koordinieren, so Rudolf Hornich, Koordinator für Hochwasser-Risikomanagement im Land Steiermark. In der Steiermark gebe es 55 sogenannte Hochwasser-Risikogebiete; laut einer europäischen Hochwasser-Richtlinie müssen für diese Gebiete Pläne zu einer Risikominimierung erstellt werden: „Daher werden wir die Erkenntnisse dieser Hochwasserübung auch einfließen lassen in die Hochwasser-Risiko-Management-Pläne, die bis Ende 2015 zu erstellen sind“, so Hornich. Zu diesen zählen bauliche Maßnahmen, Wetterprognosemodelle und Katastrophenübungen.
