Stmk: 12-stündiger Feuerwehreinsatz nach Unfall mit Schlachtabfall-Transporter auf der A9

ST. MICHAEL (STMK): Gegen 01:50 Uhr ereignete sich am 22. April 2015 ein Verkehrsunfall auf der Pyhrnautobahn A9 im Bezirk Leoben zwischen dem Knoten St. Michael und Traboch. Die alarmierten Einsatzkräfte (insgesamt fünf Feuerwehren inklusive der FF Leoben-Göss als Gefahrstoffstützpunkt) standen dabei 12 Stunden lang im Einsatz.

Aus noch unbekannter Ursache durchbrach ein mit Schlachtabfällen beladener Lkw die Seitenleitplanke der Autobahn und kam seitlich auf Höhe eines Containerlagerplatzes des örtlichen Terminals zum Erliegen. Bei diesem Unfall verlor der Transporter sein Ladegut annähernd zur Gänze.

Gefahrstoff-Stützpunkt alarmiert

Nach Erstbetreuung der Fahrers, Absicherung der Unfallstelle und Aufbau eines präventiven Brandschutzes wurde die Bergung des Lkws und des Ladeguts organisiert. Der Treibstoff des Fahrzeugs und Hydraulikflüssigkeit wurden präventiv abgepumpt, um eine Gefährdung der Umwelt zu verhindern. Diesbezüglich wurde der Gefahrenstoff-Stützpunkt FF Leoben-Göss zum Einsatz nachalarmiert.

Verstreute Schlachtabfälle

Die verstreuten Fleischreste und Knochen wurde von der Feuerwehr geborgen und auf zwei weitere LKWs zum Abtransport verladen. Während dieser Umladeaktion platzte bei einem der Ersatz-LKWs eine Hydraulikleitung, wodurch ein Feuerwehrmann an den Augen verletzt wurde. Der Kamerad wurde umgehend in die Augenklinik nach Bruck a.d. Mur eingeliefert und befindet sich derzeit auf dem Weg der Besserung.
 
Besonders der sehr unangenehme Geruch des verlorenen Ladeguts erschwerte die Bergung, speziell mit zunehmender Temperatur, enorm für die Einsatzkräfte.  Eine Spezialfirma aus Graz wurde mit der Bergung des verunfallten Lkw selbst betraut. Nach knapp 12 Stunden intensiver Arbeit konnte der Einsatz beendet werden.

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