D: Kleintransporter prallt auf der A8 in das Heck von einem Reisebus

JECHLING (D): Am frühen Morgen des 12. Juli 2017 ist ein Kleintransporter einer Spedition auf der A8 in Fahrtrichtung München zwischen den Anschlussstellen Piding und Anger kurz vor der Jechlinger Brücke auf einen Setra-Reisebus einer Firma aus Bosnien und Herzegowina aufgefahren

Wobei der 50-jährige Kleintransporter-Fahrer nach erster Einschätzung des Roten Kreuzes schwer und zwei 22 und 25 Jahre alten Männer im Bus leicht verletzt wurden; ein dritter Businsasse wurde ebenfalls leicht verletzt, fuhr aber nicht mit ins Krankenhaus. Die Leitstelle Traunstein schickte gegen 2.45 Uhr die Freiwilligen Feuerwehren Bad Reichenhall und Piding sowie das Rote Kreuz mit zunächst zwei Rettungswagen, einer Notärztin und dem Einsatzleiter zum Unfallort. Ehrenamtliche der BRK-Bereitschaften und des Malteser Hilfsdienstes (MHD) wurden nachgefordert, um sich um die weiteren acht nach erster Einschätzung unverletzten Businsassen zu kümmern, die aber dann von einem Ersatzbus abgeholt wurden.

Der 52-jährige Fahrer des mit zehn Fahrgästen besetzten Reisebusses fuhr nach einem Fahrerwechsel, der verbotswidrig auf dem Standstreifen durchgeführt worden war, auf die durchgehende Fahrbahn in Richtung München ein. Dabei übersah er einen von hinten nahenden Kleintransporter einer Spedition, der von einem 50-jährigen Ungarn gelenkt wurde. Der 50-Jährige fuhr ungebremst auf den Reisebus auf und wurde schwer verletzt. Offenbar war er kurz vor dem Unfall am Steuer eingeschlafen. Im Reisebus wurden drei Fahrgäste leicht verletzt, von denen zwei vom Roten Kreuz versorgt und ins Krankenhaus gebracht wurden.

Vor Ort hatte die Besatzung eines zufällig vorbeikommenden österreichischen Sanitätsfahrzeugs den schwer verletzten Kleintransporter-Fahrer bereits befreit und die Erstversorgung übernommen. Die Reichenhaller Notärztin und eine Rettungswagen-Besatzung kümmerten sich um die weitere Versorgung und brachten den 50-Jährigen dann zum Klinikum Traunstein. Eine zweite Rettungswagen-Besatzung versorgte zwei leicht verletzte Bus-Insassen, die beim Aufprall im Heck geschlafen hatten und brachte die beiden 22 und 25 Jahre alten Männer aus Frankfurt dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Die ehrenamtlichen Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG) der BRK-Bereitschaften und des Malteser Hilfsdienstes (MHD) wurden gegen 3.20 Uhr nachgefordert, um die nach erster Einschätzung unverletzten weiteren acht Businsassen abzutransportieren und in der Polizeiinspektion Fahndung in Urwies eine Betreuungsstelle einzurichten. Gegen 4.30 Uhr traf ein Ersatzbus an der Unfallstelle ein, der die Fahrgäste aufnahm und weitertransportierte.

Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab, leuchtete die Einsatzstelle aus, musste die Fahrbahn reinigen und aus dem Reisebus auslaufenden Treibstoff auffangen und binden. Die A8 war in Richtung München zunächst rund drei Stunden lang komplett gesperrt; danach war ein Fahrstreifen wieder frei. Bis zur Bergung der Unfallfahrzeuge durch ortsansässige Abschleppdienste war der Verkehr in Richtung München bis 7.50 Uhr beeinträchtigt. Die Absicherung übernahm die Autobahnmeisterei Siegsdorf. Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein nahmen den genauen Hergang auf.Der Gesamtschaden beträgt mehrere 10.000 Euro.

An der Unfallstelle war neben den Feuerwehren Piding und dem Löschzug Marzoll der Feuerwehr Bad Reichenhall das Rote Kreuz mit 17 Sanitätern, zwei Notärzten, dem Einsatzleiter Rettungsdienst und elf Fahrzeugen, darunter der reguläre Rettungsdienst und die SEG´n der BRK-Bereitschaften und des MHD. Auf beide Fahrzeugführer kommt ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung zu.

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