Deutschland: Einfacher Müllcontainerbrand verursacht dennoch sechsstellig Schadenshöhe

DÜSSELDORF (DEUTSCHLAND): In der Nacht auf den 5. Februar 2016 brannte im Innenhof eines Bürogebäudes in Düsseldorf ein Müllcontainer. Flammen und Rauch schlugen durch ein geplatztes Fenster ins Erdgeschoss, sodass die Sprinkleranlage auslöste – ein großer Folgebrand wurde verhindert. Durch die Zerstörung der Außenfassade und das Löschwasser der Sprinkleranlage entstand ein hoher sechsstelliger Sachschaden.

Die automatische Brandmeldeanlage des Bürokomplexes schlug um kurz vor zwei Uhr in der Feuerwehrleitstelle Alarm. Auch gingen fast zeitgleich mehrere Notrufe von Anwohnern der Elisabethstraße ein, die einen deutlichen Brandgeruch und Feuerschein meldeten.  Die Löschzüge der Wachen Hütten- und Münsterstraße eilten neben dem Führungsdienst Branddirektion und Sonderfahrzeugen von der Technikwache Posener Straße zum Einsatzort. Rettungsdiensteinheiten stellten sich in einen nahen Bereitsstellungsraum, um gewappnet zu sein, für mögliche Verletzte.

Fünf Minuten nach der Alarmierung waren die ersten Brandbekämpfer vor Ort. Im Innenhof brannte ein Müllcontainer lichterloh und die Flammen schlugen an der Wärmeverbundfassade mehrere Meter hoch. Die Löschleitung war rasch von der Straße aus verlegt – zwei Feuerwehrleute löschten den Container innerhalb weniger Minuten.  Ein Fenster im ersten Obergeschoss war bereits durch die Hitze zerstört  worden, sodass Rauch und auch Flammen in das Großbüro gezogen waren.
Die Sprinkleranlage aus und verhinderte einen weiteren Brand innerhalb des Gebäudes. Das Eindringen von Brandrauch konnte allerdings dadurch nicht verhindert werden. Erst die Feuerwehrkräfte sorgten mit drei großen Lüftern dafür, dass der Rauch wieder aus dem Gebäude geblasen wurde. Der Einsatzleiter ließ nachdem das Feuer aus war sofort die Sprinkleranlage abstellen, konnte aber den bis dahin entstandenen Wasserschaden nicht mehr verhindern. Das Löschwasser aus dem Sprinklerkopf war durch die Zwischendecke auch bis ins Untergeschoss und in die angrenzenden Aufzugsschächte geflossen.
Nach den Löscharbeiten nahmen die Feuerwehrleute noch drei Wassersauger vor, um vor allem im Keller den Serverraum zu schützen. Die Feuerwehr geht von einem hohen Sachschaden in sechsstelliger Höhe aus. Zur Brandursachenermittlung forderte der Einsatzleiter noch während der Löscharbeiten die Kriminalpolizei an, die nun die weiteren Ermittlungen übernimmt. Für die 40 Retter dauerte der Einsatz zwei Stunden! Für rund eine Stunde war die Elisabethstraße für den fließenden Verkehr gesperrt.

Berufsfeuerwehr Düsseldorf

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