Deutschland: Hydraulisches Rettungsgerät von Feuerwehr gestohlen und versucht, Bankomat zu knacken

ROMROD (DEUTSCHLAND): Einen Geldautomaten wollten Diebe in der Nacht zum Dienstag, 5. April 2016, im Mücker Ortsteil Groß-Eichen knacken. Für ihr Vorhaben in der Filiale der Volksbank Mittelhessen setzten die Langfinger schweres Gerät ein, welches sie zuvor aus dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in Romrod gestohlen hatten.

Es handelte sich laut Polizeiangaben um hydraulische Rettungsgerät, dass die Feuerwehrleute sonst für die Unfallrettung einsetzen. Damit versuchten die Täter, den Geldautomaten im knapp zwanzig Kilometer entfernten Groß-Eichen aufzubrechen, scheiterten aber laut einem Polizeisprecher. „Offensichtlich waren die Täter durch den ausgelösten Alarm aufgeschreckt worden und hatten den Versuch, an das Bargeld zu gelangen erfolglos abgebrochen. Neben dem Geldautomaten wurde ein einsatzbereiter Hydraulikspreizer aufgefunden“.

Die Polizei war nach der Auslösung des Einbruchmeldealarms sofort mit Funkstreifen zu dem Tatort ausgerückt. Dabei fiel den Beamten ein verdächtiger silberner Mercedes mit Schweizer Kennzeichen auf und leiteten eine Funkfahndung ein. Das Fahrzeug konnte wenige Minuten später auf der Autobahn 5 von Kräften der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld festgestellt werden. Nach einer Verfolgung mit hoher Geschwindigkeit über das Kirchheimer Dreieck konnte es auf der Autobahn 4 an der Abfahrt Friedewald angehalten und der Fahrer mit der Tat in Verbindung gebracht werden. „Der alleine im Fahrzeug angetroffene tatverdächtige Fahrer ist bereits einschlägig in Erscheinung getreten und auch weitere vorgefundene Spuren und Gegenstände im Fahrzeug sprechen für einen vermeintlichen Tatzusammenhang“, informierte die Polizei.
Der Fahrer wurde vorläufig festgenommen und das Auto zur Durchführung weiterer Überprüfungen sichergestellt. Die Kriminalpolizei in Alsfeld und Bad Hersfeld leitete weitere Ermittlungen ein, so wurden im Laufe des Mittwochvormittags das Gerätehaus der Feuerwehr in Romrod sowie die Bankfiliale in Groß-Eichen auf Spuren untersucht.

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