Deutschland: Herausforderung bei brennendem Gas-Pkw und brennender Alu-Magnesium Legierung

GELSENKIRCHEN (DEUTSCHLAND): Einsätze unter dem Stichwort “Brennt Pkw” kommen in Gelsenkirchen häufiger vor, was die Kollegen jedoch am Abend des 11. Dezember 2016 in der Fischerstraße im Stadtteil Horst antrafen, war eine besondere Herausforderung für die Feuerwehr.

Bereits beim Eintreffen der ersten Kräfte der Feuerwache Seestraße brannte der gemeldete PKW in voller Ausdehnung. Im Bereich des Tankstutzens könnte die Einsatzkräfte brennendes Flüssiggas ausmachen, dass sich unter dem gesamten Fahrzeug ausgedehnt hatte.
Die Wehrmänner versuchten den Brand mittels Schaum zu löschen, jedoch entzündete sich das auf dem Schaumteppich wabernde Gas-Luftgemisch sofort wieder an noch brennenden Teilen des Fahrzeugs. In der Zwischenzeit hatte auch der Motorblock aus einer Alumimium-Magnesium-Legierung Feuer gefangen und brannte mit der, für Leichtmetalle charakteristischen gleißend-hellen Flamme.
Leichtmetalbrände dürfen auch nicht mit Wasser gelöscht werden, da aufgrund der Temperaturen um die 3000 °C Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerfällt und ebenfalls abbrennt. Der Brand konnte dann doch relativ schnell mittels Pulverlöschern bekämpft werden. Das Fahrzeug war jedoch nicht mehr zu retten.
Übrigens: Das Märchen, dass Autos ständig und überall explodieren – wie es in einigen Fernsehsendungen zu sehen ist – konnten die sechs eingesetzten Kollegen trotz brennendem Flüssiggastank und Motorblockbrand nicht bestätigen!

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