Bayern: Atemschutzgeräteträger retten Frau aus verrauchter Wohnung

BAD REICHENHALL (BAYERN): Am Montagnachmittag, 19. Dezember 2016 kurz nach 13.00 Uhr, ging ein Notruf wegen eines Brands am Balkon einer Dachgeschoss-Wohnung eines Mehrparteien-Hauses in der Reichenaller Frühlingstraße ein.

Da zunächst unklar war, ob noch Menschen in Gefahr sind, schickte die Leitstelle Traunstein ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rotem Kreuz zum Einsatzort. Die Atemschutz-Geräteträger mussten im Innenangriff gewaltsam die Türe der verrauchten Wohnung öffnen und die 49-jährige Bewohnerin in Sicherheit bringen sowie drei weitere Menschen aus den anliegenden Wohnungen evakuieren; danach konnten sie das Feuer am Holzbalkon rasch löschen.

Die Freiwilligen Feuerwehren Bad Reichenhall samt der Löschzüge Karlstein und Marzoll war mit 45 Einsatzkräften vor Ort. Das Rote Kreuz war mit sieben Sanitätern, zwei Rettungswagen, einem Krankenwagen, dem Reichenhaller Notarzt und dem Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort, sicherte die Arbeiten ab und behandelte die 49-jährige Bewohnerin ambulant vor Ort, da sie Rauchgas eingeatmet hatte – ernsthaft verletzt wurde aber niemand. Beamte der Reichenhaller Polizei nahmen den Zwischenfall auf.

Die Reichenhaller Polizei ermittelte rasch die Ursache: Mit einem Ofensauger war die vom Vorabend noch heiße Asche eines Schwedenofens am Montagmorgen eingesaugt worden. Der Sauger wurde anschließend auf dem Balkon gestellt, geriet dann aber offensichtlich durch die in der Asche befindliche Glut in Brand. Das Feuer griff auf Möbel des Balkons über und setzte schließlich den Holzbalkon in Brand. Der Schaden am Gebäude und Balkon beträgt rund 10.000 Euro. Da der Ofensauger nicht zur Beseitigung von heißer Asche geeignet war, wird gegen die Bewohnerinnen strafrechtlich ermittelt. 

BRK Berchtesgadener Land

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