Stmk: Feuerwehr Nestelbach rückt am 24. Dezember zu vier Einsätzen aus

NESTELBACH BEI GRAZ (STMK): Ein technisches Gebrechen in einem Umspannwerk in Weiz löste am 24.12.2016 eine Kettenreaktion von Elektrobränden in den Gemeinden im Hügelland östlich von Graz aus. Dadurch musste die Freiwillige Feuerwehr Nestelbach am Heiligen Abend zu gleich vier Einsätzen ausrücken.

Verkehrsunfall
Durch einen Verkehrsunfall im Autobahnknotenbereich Graz – Ost wurden die Feuerwehren Nestelbach bei Graz und Autal um halb drei Nachmittag des Heiligen Abend alarmiert. Ein Fahrzeug prallte in die Leitschiene, dabei entstand am Fahrzeug erheblicher Sachschaden, der Lenker wurde unbestimmten Grades verletzt und wurde durch das Rote Kreuz versorgt. Die Einsatztätigkeiten der Feuerwehren beschränkten sich auf Sicherungs– und Aufräumarbeiten der Unfallstelle. Die Südautobahn war im Bereich der Unfallstelle nur sehr eingeschränkt passierbar. 18 Mann mit 3 Fahrzeugen der Feuerwehr Nestelbach bei Graz unter der Führung von Oberbrandinspektor Tobias Mara standen eine Stunde im Einsatz, 5 Kameraden standen im Feuerwehrhaus in Bereitschaft.

Strommastenbrand
Die Mannschaft war gerade von dem Einsatz auf der A2 Südautobahn in das Feuerwehrhaus eingerückt, als erneut die Sirenen in Nestelbach heulten. Durch ein technisches Gebrechen in einem Umspannwerk in Weiz begann ein Strommast in der Hauptstraße in Nestelbach bei Graz zu brennen. Einsatzleiter Hauptbrandinspektor Andreas Schögler rückte mit 19 Mann und 3 Fahrzeugen zum zweiten Einsatz am heiligen Abend aus. Eingetroffen wurden der Bereich um den Strommasten abgesichert und das Elektroversorgungsunternehmen verständigt. Nachdem der Masten kontrolliert abbrannte konnte die Einsatzbereitschaft im Feuerwehrhaus wieder hergestellt werden.

Brandverdacht Pflegeheim
Aufgrund der massiven Stromprobleme in der Region, kam es auch im Pflegeheim Volkshilfe Laßnitzhöhe zu einem Zwischenfall, das Pflegepersonal wurde auf einen Brandgeruch aufmerksam und setzte sofort den Notruf ab. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften machte sich auf den Weg zum Einsatzort. Aufgrund dessen das die Feuerwehr Laßnitzhöhe bereits bei einer weiteren Einsatzadresse im Einsatz stand und die Ressourcen nicht ausreichten, wurde die Feuerwehr Nestelbach bei Graz zur nachbarschaftlichen Hilfeleistung nach Laßnitzhöhe alarmiert.

Eingetroffen wurde umgehend die Lage erkundet und die Ursache für den Brandgeruch gesucht, zeitgleich rückten weitere Einsatzkräfte sukzessive zum Einsatzort nach, in Summe sieben Rettungswagen der umliegend Ortsstellen, ein Notarztfahrzeug, ein Kommandofahrzeug des Roten Kreuz und zwei praktische Ärzte. Seitens der Feuerwehr stand die Feuerwehr Nestelbach bei Graz mit 3 Fahrzeugen und 19 Mann unter der Einsatzleitung von Hauptbrandinspektor Andreas Schögler und der Bereichsfeuerwehrkommandant von Graz – Umgebung Oberbrandrat Gerhard Sampt im Einsatz. Durch die Stromprobleme wurde ein Fernseher beschädigt welcher zu schmoren begann. Der Fernseher wurde in das Freie gebracht und der betroffene Gebäudetrakt wurde belüftet. Nach einer Stunde konnten die Einsatzkräfte die Einsatzbereitschaft wieder herstellen.

Trafobrand
Techniker der Energie Steiermark waren gerade dabei die Schäden an den Stromtrafos während der massiven Stromprobleme zu beheben, als sie zu den Trafo auf der Schemerlhöhe kamen, bemerkten sie eine starke Rauchentwicklung und Geräusche im Trafogebäudeinneren, sofort setzten sie den Notruf ab. Zum vierten Mal am heiligen Abend rückten die Florianis der Feuerwehr Nestelbach zu einem Einsatz aus.

Nach der Lageerkundung durch den Einsatzleiter Hauptbrandinspektor Andreas Schögler, wurde umgehend ein zweifacher Brandschutz aufgebaut, der Bereich um das Trafogebäude abgesichert. Ein Atemschutztrupp der Feuerwehr Nestelbach bei Graz beschaffte sich Zugang in das Gebäudeinnere und begann mit einem CO2 Handfeuerlöscher die Brandbekämpfung, zeitgleich wurde die Trafostation druckbelüftet. Zur Eigensicherung wurde eine weitere Löschleitung C42 aufgebaut. Der betroffene Bereich wurde mit der Wärmebildkamera kontrolliert. Nach einer Stunde konnten die 19 Mann der Feuerwehr mit drei Fahrezugen die Einsatzbereitschaft im Feuerwehrhaus herstellen.

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