Nö: Einsatzreiche Nacht für die Feuerwehr Bruck an der Leitha

BRUCK AN DER LEITHA (NÖ): Am 17. März 2018 um 22:44 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Bruck an der Leitha von Florian Niederösterreich zu einer Fahrzeugbergung auf die A4 Richtungsfahrbahn Wien km 22,5 alarmiert. Da bei der Alarmierung durchgegeben wurde, dass ein Kleinbus mit Anhänger quer über die Fahrbahn steht, rückten beide Wechselladefahrzeuge sowie das Rüstlöschfahrzeug mit 11 Mann aus.

Während der Zufahrt wurde bekannt, dass der Lenker des Kleinbusses seine Fahrt selbstständig fortsetzen konnte, jedoch war es beinahe an der selben Örtlichkeit zu einem weiteren Verkehrsunfall gekommen. Dabei wurde ein Pkw beschädigt bzw. waren dadurch die Verkehrswege blockiert. Durch die Freiwillige Feuerwehr Bruck an der Leitha wurde das Auto mittels Wechselladefahrzeug WLF-K geborgen und im Anschluss daran die Verkehrswege freigemacht.

Zwei weitere Unfälle
Während der Rückfahrt der Brucker Feuerwehr ins Feuerwehrhaus ereigneten sich zwei weitere Verkehrsunfälle. Aufgrund der immer glatter werdenden Fahrbahnverhältnisse drehten sich ein Kleintransporter sowie ein Pkw auf der A4 ein. Dabei entstand kein größerer Sachschaden und es wurden auch keine Personen verletzt. Beide Lenker konnten die Fahrt selbstständig fortsetzen. Nachdem die Einsatzbereitschaft im Feuerwehrhaus wieder hergestellt worden war, begaben sich die ausgerückten Kameraden nach ungefähr eineinhalb Stunden wieder nach Hause.

Nächster Einsatz
Der nächste Einsatz ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Um 01:13 Uhr, wurde die Freiwillige Feuerwehr Bruck an der Leitha erneut von Florian Niederösterreich zu einer Fahrzeugbergung mit fünf Pkw an die selbe Örtlichkeit (A4 Richtungsfahrbahn Wien km 22,8 Höhe Parkplatz Maria Ellend) alarmiert. Daraufhin rückten erneut 11 Mann, diesmal mit 4 Fahrzeugen, zum Einsatzort aus. Beim Eintreffen an der gegenständlichen Örtlichkeit stellte sich schnell heraus, dass dies kein alltäglicher Einsatz würde. Bei der Erkundung durch den Einsatzleiter wurde bekannt, dass es sich um eine Massenkarambolage mit zwei beteiligten Kleintransportern plus Anhänger sowie fünf Autos und einen vollbesetzten Reisebus samt Anhänger handelte. Die Fahrzeuge bzw. die Anhänger waren ineinander verkeilt und die A4 war zur Gänze blockiert.

Die ersten Rettungskräfte des Roten Kreuzes waren bereits vor Ort und verschafften sich einen Überblick über die Lage. Bei dem Verkehrsunfall wurden fünf Personen verletzt, eine davon war in einem Kleintransporter eingeschlossen. Die eingeschlossene Person hatte vorerst oberste Priorität, und somit begann die Freiwillige Feuerwehr Bruck an der Leitha den Zugang zu dem Transporter freizumachen. Dabei mussten drei PKW sowie ein Anhänger schnellstmöglich getrennt bzw. abtransportiert werden. Da die Fahrbahn spiegelglatt war und dadurch erhöhte Verletzungsgefahr der eingesetzten Kameraden bestand, war hohe Konzentration sowie Vorsicht geboten.

In der Zwischenzeit trafen sämtliche Rettungskräfte des Roten Kreuzes aus dem Bezirk am Unfallort ein. Im Zuge einer Rücksprache mit dem Einsatzleiter des Roten Kreuzes wurde vereinbart, dass die Personen im Reisebus bzw. die unverletzten Personen der anderen beteiligten Fahrzeuge in das Feuerwehrhaus Fischamend verbracht werden und dort vor Kälte geschützt bzw. mit warmen Getränken versorgt werden. Dafür wurde zur Unterstützung die Freiwillige Feuerwehr Fischamend alarmiert. Im Anschluss daran wurden insgesamt 89 Personen sowie ein Hund in das Feuerwehrhaus verbracht. Durch die Feuerwehr Bruck an der Leitha wurde in der Zwischenzeit versucht eine Fahrspur für die Rettungskräfte freizumachen. Stück für Stück arbeiteten sich die Einsatzkräfte vor, es mussten insgesamt 7 Fahrzeuge geborgen und abtransportiert werden. Durch den Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Bruck wurde weiters zur Bergung des nicht mehr fahrbereiten Reisebusses eine Privatfirma verständigt. Bis zum Eintreffen der Privatfirma konnte die Unfallstelle geräumt werden und das gesamte Gepäck in den Busanhänger verbracht werden.

Während der Arbeiten entsandte die Spedition einen Ersatzbus ins Feuerwehrhaus Fischamend. Gemeinsam mit der Feuerwehr Fischamend und der Abschleppfirma wurde der Busanhänger vom Bus abgekuppelt und mittels Wechselladefahrzeug der FF Fischamend zum Ersatzbus transportiert. Die Fachfirma konnte den Reisebus schnell bergen und abtransportieren. Anschließend konnte mit der Beseitigung der mehrere Zentimeter dicken Eisschicht sowie der herumliegenden Fahrzeugteile durch die Asfinag begonnen werden. Die Feuerwehr Bruck an der Leitha konnte nach ungefähr fünf Stunden wieder ins Feuerwehrhaus einrücken.

Die einsatzreiche Nacht war jedoch noch nicht vorbei und so wurden sie um 06:13 Uhr noch zu einem TUS-Alarm in einem Industriebetrieb alarmiert. Kurz nach dem Eintreffen am Einsatzort stellte sich schnell heraus, dass es sich lediglich und zum Glück nur um einen Fehlalarm handelte. Das Tanklöschfahrzeug mit den sechs ausgerückten Kameraden konnte wenige Zeit später wieder einrücken.

Freiw. Feuerwehr Bruck an der Leitha

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