D: Küchenbrand weitet sich auf Teil des Wohnhauses aus

CALW (DEUTSCHLAND): Innerhalb von 24 Stunden waren die Feuerwehren aus Dobel und Bad Herrenalb erneut schwer gefordert. Gegen 08:29 Uhr wurden am 30.12.2019 die Feuerwehren Dobel und Bad Herrenalb zu einem Küchenbrand alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Kräfte aus Dobel unter der Einsatzleitung von Kommandant Werner Stängele zeigte sich dann aber, dass sich der Brandherd auf das gesamte Gebäude ausgedehnt hatte.

Aus dem Erdgeschoss breiteten sich die Flammen ins erste Obergeschoss und in das darüber liegende Dach des Einfamilienhauses aus. Mit 3 C-Rohren im Innenangriff unter Atemschutz und einem weiteren C-Rohr über die Drehleiter der Feuerwehr Bad Herrenalb wurde die Brandbekämpfung durchgeführt. Durch das schnelle und beherzte Eingreifen konnte der Brand zügig unter Kontrolle gebracht werden. Allerdings mussten teilweise das Dach und die Fassade geöffnet werden, um versteckte Glutnester noch abzulöschen. Im Laufe des Einsatzes kam es zu einem medizinischen Notfall. Ein Atemschutzgeräteträger erlitt einen Kreislaufkollaps.

Die Versorgung des Verletzten übernahmen die Kräfte des Ortsvereins des DRK Bad Herrenalb/ Dobel zusammen mit dem Rettungsdienst. Da der Verdacht auf einem Herzinfarkt bestand, erfolgte die umgehende Verlegung in ein Krankenhaus durch den Rettungsdienst. In Folge des massiven Einsatzes von Atemschutzgeräteträgern war es notwendig, die Zentrale Atemschutzwerkstatt des Landkreises sowie den Gerätewagen Atemschutz aus Calw nachzufordern, um weiteres Material an der Einsatzstelle bereitzustellen. Kreisbrandmeister Hans-Georg Heide machte sich ebenfalls vor Ort ein Bild von der Lage. Ein Mitarbeiter der NetzeBW schaltete das Gebäude stromlos.


Gegen 11 Uhr war dann die Lage soweit abgearbeitet, dass ein Großteil der Einsatzkräfte wieder in die Feuerwehrhäuser einrücken konnte. Insgesamt waren ca. 55 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle im Einsatz. Neben der Feuerwehr Dobel, die mit 2 Feuerwehrfahrzeugen und 25 Mann vor Ort war, unterstützte die Feuerwehr Bad Herrenalb mit den Abt. Stadt und Rotensol mit 6 Fahrzeugen und 26 Mann. Die medizinische Versorgung an der Einsatzstelle wurde durch den Ortsverband des DRK Bad-Herrenalb/ Dobel sowie dem Rettungsdienst mit 3 Fahrzeugen und 6 Mann sichergestellt.

Die ZSW und die Feuerwehr Calw waren mit 2 Fahrzeugen und 4 Mann im Einsatz. Die anwesenden Kräfte des Polizeipostens Bad Herrenalb übernahmen die Ermittlungen zur Brandursache. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen wohl auf 100.000 EUR.

Tags zuvor hatte sich ein Kaminbrand auf den Dachstuhl ausgeweitet.

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