Bayern: Familie bei Feuer teils schwerst verletzt, Hausbewohner flüchten durch Rauch!

MÜNCHEN (BAYERN): Montag, 27. Januar 2020, 22.49 Uhr; Westermühlstraße → Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus ist eine vierköpfige Familie teils schwer verletzt worden, weitere 19 Personen mussten medizinisch betreut werden.

Am späten Abend meldete sich eine Bewohnerin bei der Leitstelle München und berichtete über einen Wohnungsbrand im ersten Obergeschoss eines vierstöckigen Mehrfamilienhauses. Den Einsatzkräften liefen bereits beim Eintreffen am Einsatzort mehrere Bewohner des Hauses, teils spärlich bekleidet, entgegen. Unter ihnen auch die vier Bewohner der Brandwohnung. Zumal auch dichter schwarzer Rauch aus mehreren Fenstern drang, erhöhte der Einsatzleiter die Alarmstufe und forderte weitere Einheiten von Feuerwehr und Rettungsdienst nach.

Menschen flüchten durch verrauchtes Stiegenhaus

Noch während die Erstmaßnahmen zur Brandbekämpfung eingeleitet wurden, flüchteten weitere Bewohner aus den darüberliegenden Wohnungen und bahnten sich den Weg durch das stark verrauchte Treppenhaus. Vorrangig für die Einsatzkräfte war es nun, alle Personen aus dem gefährdeten Bereich zu retten. Hierzu wurden alle nachrangigen Tätigkeiten unterbrochen und den Flüchtenden zu Hilfe geeilt. Insgesamt 19 Bewohner des Gebäudes wurden durch Notärzte und Mitarbeiter des Rettungsdienstes in einer nahegelegenen Gaststätte versorgt und untersucht.

Christbaum nochmals entzündet:
Schwere bis schwerste Verbrennungen

Die vier betroffenen Familienmitglieder der Brandwohnung wurden unterdessen bereits medizinisch versorgt. Der 25-jährige Sohn hatte sich schwerste Verbrennungen zugezogen. Er wurde zuerst in eine Münchner Klinik transportiert und im weiteren Verlauf der Behandlung mit einem Hubschrauber in eine Schwerpunktklinik für Brandverletze verlegt. Die 55-jährige Mutter und die beiden 20- und 17-jährigen Töchter wurden mittelschwer verletzt. Sie wurden durch Mitarbeiter des Rettungsdienstes in Münchner Kliniken zur weiteren Behandlung transportiert. Der Brand, der im Umfeld des noch vorhandenen Christbaums ausgebrochen war und auf zahlreiche Einrichtungsgegenstände übergegriffen hatte, konnte war nach einer halben Stunde gelöscht. Die Nachlöscharbeiten und die Kontrolle der restlichen Wohnungen in dem Gebäude dauerten bis nach Mitternacht. Nach den Lüftungsmaßnahmen konnten alle Bewohner in ihre Wohnungen zurück. Lediglich die Brandwohnung selbst ist nicht mehr bewohnbar.

Gerettete Hasen

Was zu Beginn der Löschmaßnahmen noch nicht klar war, es waren auch Haustiere in der Brandwohnung betroffen. Die Töchter teilten den sie behandelnden Rettungsdienstmitarbeitern mit, dass sie einen Hasen bei ihrer Flucht mitnehmen konnten, aber sich ein weiterer noch in der Wohnung befände. Nachdem der Brand gelöscht war, fanden die Einsatzkräfte den zweiten Hasen in der Brandwohnung. Er war sichtlich angeschlagen, aber am Leben. Beide Tiere wurden durch ein Kleinalarmfahrzeug zur Behandlung in eine Tierklinik transportiert.

Zur Brandursache ermittelt die Polizei. Der erhebliche Sachschaden kann von der Feuerwehr nicht beziffert werden.

Höchste Gefahr durch immer noch stehende Christbäume

Aufgrund dieses Brandes möchte die Feuerwehr noch einmal auf die erhebliche Brandgefahr hinweisen, die von noch aufgestellten Christbäumen und Weihnachtsgestecken ausgeht. Gerade bei den mittlerweile sehr trockenen Nadelhölzern reichen kleinste Funken oder Wärmequellen, um diese in Brand zu stecken. Sie brennen dann binnen weniger Sekunden und verursachen aufgrund der schlagartigen Verbrennung und der erheblichen Temperatur meist gravierenden Verletzungen bei Personen, die sich in der Nähe befinden. Lassen Sie nie die offenes Feuer an, wenn der Raum verlassen wird. Im Falle eines Brandes betreten Sie den Raum nicht wieder und rufen unverzüglich die Feuerwehr.

Berufsfeuerwehr München

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