Oö: Sturmtief Sabine gab über Nacht nochmals Gas und sorgte für Arbeit

OBERÖSTERREICH: Wenig Zeit zum Erholen von den Einsatzstrapazen am gestrigen Tag hatten die Feuerwehren in den Nachtstunden auf den Dienstag, 11. Februar 2020. Schon kurz nach Mitternacht zogen erneut Windböen mit bis zu 111 km/h über Oberösterreich.

Von Westen her kommend waren diesmal der Bezirk Braunau und das Hausruckviertel schwer betroffen. Das Einsatzbild gleicht dem gestrigen Tag: umgestürzte Bäume, blockierte Verkehrswege, beschädigte Dächer und Stromleitungen. Alleine in den Nachtstunden standen 100 Feuerwehren im Einsatz, um die Infrastruktur für die Morgenstunden wieder bestmöglich herzustellen.

Über 1.300 Gesamteinsätze

Insgesamt bedeute das Sturmtief Sabine für die oö. Feuerwehren bisher einen massiven Großeinsatz: 5.500 Einsatzkräfte aus 365 Feuerwehren mussten bislang insgesamt mehr als 1.300 Einsätze abarbeiten. Teils unter schwierigsten und hochgefährlichen Bedingungen wurden Straßen freigeräumt und eingeschlossenen Fahrzeuge von umgestürzten Bäumen freigeschnitten. Beschädigte Hausdächer mussten zudem provisorisch versorgt werden, um Folgeschäden zu verhindern.

Wetter beruhigt sich

Die Aussichten stehen aktuell auf Wetterberuhigung, am heutigen Tag rechnet die ZAMG mit Windspitzen von bis zu 80 km/h, für morgen noch einmal abgeschwächte 60 km/h. Für die Feuerwehren kommt die Entspannung dennoch erst nach den zahlreichen Aufräumarbeiten, die vielerorts noch geleistet werden.

Für weitere Einsätze ist man jedenfalls gerüstet – das zeigen u.a. zwei parallel zu den Sturmeinsätzen laufende Brände in Perg und Taufkirchen an der Pram.

Sturmschaden in Kremsmünster am 11.02.2020

Während bei einem Bauernhofbrand in Perg unzählige Hühnerküken von 10 Feuerwehren gerettet werden konnten, standen sieben Feuerwehren in Taufkirchen an der Pram bei einem Wohnhausbrand im Einsatz. Hier war ein Blitzschlag die vermutete Brandursache, die zum Brand des Wohnhauses führte.

Arbeiten nach Sturmschaden in Kremsmünster am 11.02.2020

Dank des flächendeckenden Netzes an Feuerwehren in Oberösterreich wird rasche und unkomplizierte Hilfe vor Ort jedenfalls sichergestellt – egal ob Sturm, Brände oder Verkehrsunfälle.

Oö. Landes-Feuerwehrverband

Infos zum ersten Tag hier auf Fireworld.at

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.