D: “Polizei- und Feuerwehrbilder → Priorität gaffen statt Menschenrettung”

DEUTSCHLAND: In einigen Teilen Deutschlands spitzt sich die Situation mit Weitergabe von Einsatzbildern von Feuerwehren oder durch die Polizei im Wettstreit mit gewerblichen Fotografen mehr und mehr zu. Den Vogel schießt dann am 22. Februar 2020 eine Redaktion mit zwei Buchstaben und zwei Zahlen ab.

So heißt es auf der Webseite zu einem Brandereignis vom 22. Februar 2020 im Wortlaut – Fireworld.at hat auf die Veröffentlichung eines Screenshots verzichtet, man weiß ja nicht, was den Betreffenden einfällt … –

Hinweis an die Redaktion, denen wir leider unsere Bilder nur für ein entsprechendes Honorar überlassen können, da wir davon noch einen erheblichen Anteil an Steuergeldern abführen müssen.
Da bei den Einsatzkräften offensichtlich nun die Priorität auf „Gaffer-Fotos“ schießen, anstatt Menschenrettung zu versuchen liegt, bietet Ihnen sowohl die Polizei Unna als auch die Feuerwehr Kamen in ihren ots/dpa Meldung jeweils kostenlose Fotos mit hohen Flammen an.

Wir geben zu Bedenken, dass diese Fotos mutmaßlich unter Missbrauch von Sonder- und Wegerechten entstanden sein könnten.

Zitat des Abdrucks auf einem Medien-Portal in Deutschland

Dass sich in der heutigen Zeit mit Fotokamera immer verfügbar, Fotoreporteraufrufen der Medien usw. für den Pressefotografen auf der Straße die Bedingungen in den letzten Jahren nicht unbedingt verbessert haben, liegt genauso auf der Hand als man Tante Emma’s Dorfladen neben einem Supermarkt wohl, wenn überhaupt, nur mehr mit Nischenprodukten oder besonderen Qualitäten betreiben kann.

Entweder keine Ahnung oder reine Provokation

Aber mit Angriffen wie diesen, wird es wohl am allerwenigsten gelingen, aufeinander zuzugehen. Denn wer meint, ein Dokuteam einer Feuerwehr würde die Schlagkraft der anrückenden Kräfte mindern, hat entweder tatsächlich keine Ahnung oder will damit nur ganz bewusst provozieren.

Auseinandersetzungen auch anderswo

Aber auch in anderen Regionen Deutschlands und Bayerns ist das Thema derzeit nicht unaktuell, wenngleich Niveau und Argumente nicht immer von der hochqualiativen Seite stammen, um es höflich zu formulieren.

Dokumentation fix

Fix ist auch, dass Feuerwehr heute vielfach die eigene Arbeit dokumentiert. Und alleine im Falle von Forderungen haben Bilder des Einsatzes schon vielfach so manch’ entlastende Beweise geliefert. Die Feuerwehrbilder unterstützen zudem genauso Sachverständige, Brandermittler und Co. Und da Feuerwehr von öffentlichen Geldern bestritten wird, besteht zudem eine Informationspflicht, was damit geschieht. Und spätestens bei der nächsten Haussammlung, die viele viele Feuerwehren betreiben, ist aktive Öffentlichkeitsarbeit unabdingbar.

Zu meinen, Feuerwehren sollen zugunsten anderer gar keine Bilder veröffentlichen dürfen oder dies erst nach einer Woche – womit man sozusagen sich (unrechtmäßig) selbstbedienende Medien auch einen Riegel vorschiebt – ist wohl im Zeitalter sozialer Netzwerke und Co. auch eine etwas antike Ansicht.

Zeit läuft nicht rückwärts

Egal ob politische Institutionen, Vereine, Körperschaften, Firmen usw. usw. ALLE senden Bilder zur Öffentlichkeitsarbeit bzw. Wahrung der Interessen aus. In manch’ Ländern hat die Exekutive eine eigene Unterseite mit Medientexten samt Bildern. Zustände wie früher werden nicht mehr zurück kommen, genauso wenig, wie das Bundesheer (trotz Budgetmangel) wohl nicht mehr mit Schwert und Pferd ausrücken wird.

Ob sich ein Konsens finden lassen wird, ist fraglich und unwahrscheinlich, da der Weg der Verbreitung von Botschaften sehr vielfältig ist und sich bei allen Entscheidungen wieder Wege finden – und wenn es Umwege sind. Fix ist jedenfalls, dass man mit Anfeindungen an Feuerwehr und Polizei, sie würden eher gaffen als eine Menschenrettung zu wagen keinen Krieg gewinnen wird. Ganz im Gegenteil …

Anlassfall war übrigens dieser Einsatz, über den auch Fireworld.at berichtet hat: D: Tote Person bei Dachstuhlbrand in Kamen gefunden

Keine Fachberichte mehr

Abgesehen davon wäre Fachberichte in den eigenen Reihen wie in den Print-Fachmedien oder auch hier auf Fireworld.at wohl auch nicht mehr möglich, wenn man fachlich nicht versiert ist und auch Details weiß, die von fachlichem Interesse sind.
Und auch diese Medien gibt’s schon länger als so manchen Fotografen oder Fotografen, die zumindest glauben, welche zu sein …

Aus der Fireworld.at-Redaktion

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