Österreich: Verteilung von MNS-Masken NICHT Aufgabe der Feuerwehren

ÖSTERREICH: In Zeiten der Corona-Pandemie nehmen die Feuerwehren im Rahmen ihrer Schlüsselfunktion im Netzwerk kritischer Infrastrukturen ihre hoheitlichen Aufgaben wahr. Zu den wichtigsten Aufgaben zählen in diesen Tagen und Wochen zweifelsohne die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft und die Abarbeitung des täglichen Einsatzaufkommens.

Um das Infektionsrisiko in den Reihen der Feuerwehren bestmöglich zu minimieren, wurden Tätigkeiten des allgemeinen Dienstbetriebs (Verwaltung, Ausbildung und Schulung, Bewerbs- und Veranstaltungswesen sowie diverse Hilfstätigkeiten durch die Feuerwehrmitglieder) eingestellt.

Entgegen einer unlängst im Fernsehen geäußerten Verwendungsüberlegung einer Konzernsprecherin, insbesonders was die Rolle der Feuerwehren zur Verteilung von Mund-Nase-Schutz-Masken (MSN-Masken) vor Supermärkten und ähnlichen Handelseinrichtungen anbelangt wird mitgeteilt, dass diese Überlegung bzw. Vorgehensweise nicht nur nicht mit den Feuerwehren abgestimmt wurde, sondern bereits kurze Zeit später, nach entsprechender Urgenz durch Vertreter des österr. Feuerwehrwesens, vom Konzern wieder zurückgenommen wurde. 

Die Position der Feuerwehren, alles zu tun, um den Ausfall von Feuerwehrmitgliedern und/oder von Feuerwehren durch die Übernahme von Hilfsdiensten zu vermeiden, wurde von allen Landes-Feuerwehrkommandanten im Rahmen einer Videokonferenz am 31. März erneut deutlich bekräftigt. Daher wurde beispielsweise die Schließung der Landes-Feuerwehrschulen für das erste Halbjahr 2020 beschlossen.

Eine Info des Bundesfeuerwehrverbandes

Übrigens: Die Bundesregierung ließ es bereits mehr als nur zwischen den Zeilen durchklingen: Das Tragen einer Maske wird kaum auf die Supermärkte beschränkt bleiben. Und das Stück Stoff vor Mund und Nase dürfte länger als nur ein paar wenige Wochen unser aller Begleiter werden.

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