D: Großbrand auf Golfplatz in Prisdorf → 3-facher Dachstuhlbrand

PRISDORF (DEUTSCHLAND): In der Spitze waren mehr als 180 Feuerwehrkräfte im Einsatz, um das Großfeuer am Dienstagabend, 21. April 2020, in Prisdorf auf dem Golfplatz Peiner Hof zu löschen. Inklusive Brandwache dauerte der Einsatz bis Mittwochmorgen um 6 Uhr.

Dabei brannte ein Wohn- und Wirtschaftsgebäude ab. Der Feuerwehr gelang es, beginnende Dachstuhlbrände an zwei Reetdachhäusern – eines auf dem Gelände, eines etwa 400 Meter vom Golfplatz entfernt – schnell zu löschen und so Sachwerte im hohen sechsstelligen Eurobereich zu erhalten. Personen wurden nicht verletzt.

Um 18.41 Uhr am Dienstag wurde die Freiwillige Feuerwehr Prisdorf zu einer starken Rauchentwicklung aus einem Gebäude auf dem Peiner Hof alarmiert. Aufgrund der zahlreichen Notrufe wurde bereits auf der Anfahrt die Alarmstufe auf FEU 3 Y erhöht. Als die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle eintrafen, stand das vordere Gebäude bereits fast im Vollbrand.

Wohn- und Geschäftsgebäude ausgebrannt

Da in der Anfangsphase die Brandausbreitung in dem Brandobjekt bereits stark ausgeprägt war, erfolgte ausschließlich eine Brandbekämpfung von außen über mehrere handgeführte Strahlrohre sowie über die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Pinneberg. Das Wohn- und Geschäftsgebäude mit den Ausmaßen von etwa 25 x 25 Meter brannte vollständig aus. Um die Wasserversorgung für den massiven Einsatz von Löschwasser gewährleisten zu können, wurden über drei Tragkraftspritzen aus einem nahe gelegenen Teich Wasser entnommen.

Feuer durch starken Wind angefacht

Durch den starken böigen Ostwind wurde das Feuer schnell angefacht. Der Brandrauch wurde an der Einsatzstelle nach unten gedrückt und erschwerte in der Anfangsphase massiv die Löscharbeiten. Teilweise betrug die Sichtweite auf dem Peiner Hof weniger als einen Meter.

Ausbreitung auf Reetdachhäuser verhindert

In unmittelbarer Nachbarschaft befanden sich zwei weitere Gebäude, die durch den starken Funkenflug in Mitleidenschaft gezogen wurden. Das trockene Reet hatte bei beiden Reetdachhäusern den Dachfirst in Brand gesetzt, so dass es zwischenzeitlich zu drei Brandobjekten auf dem Peiner Hof kam. Durch ein schnelles Eingreifen der Einsatzkräfte vor Ort konnte bei beiden Reetdachhäusern eine Brandausbreitung verhindert werden und somit beide Reetdachhäuser gehalten werden.

Durch das Feuer wurden insgesamt fünf Personen durch den Rettungsdienst auf Verdacht einer gesichtet, konnten jedoch an der Einsatzstelle verbleiben.

Einsatz nach 12 Stunden abgeschlossen

Nach jetzt fast zwölf Stunden sind die Nachlösch- und Aufräumarbeiten der Feuerwehr beim Großfeuer in Prisdorf abgeschlossen. Gegen 6 Uhr war am Mittwoch, 22. April 2020, auch das letzte erkennbare Glutnest im vorderen Gebäudetrakt des Peiners Hof hin erstickt.

Mit dem Bagger eines Privatunternehmers wurden die Außenwände eingerissen um an die letzten Glutnester zu kommen. Während der Nacht wurde die Einsatzstelle von der Technischen Einsatzleitung Kreis Pinneberg mit zwei Lichtmast-Anhängern ausgeleuchtet.

Bis zu 120 Kräfte eingesetzt

Im Einsatz befanden sich zu Spitzenzeiten rund 120 Einsatzkräfte. Die letzten Einsatzkräfte konnten um 6.00 Uhr die Einsatzstelle verlassen. Bereits um 06:40 Uhr erfolgte eine erneuerte Alarmierung der Feuerwehr Prisdorf um erneut aufglimmendes Brandgut abzulöschen.

Zur Brandursache und zur Schadenshöhe können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden. Die Kripo hat die Ermittlungen übernommen.

Kräfte: FF Prisdorf, FF Kummerfeld, FF Pinneberg, FF Borstel-Hohenraden, FF Tornesch, Technische Einsatzleitung, Kreisfeuerwehrverband Pinneberg, Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein, Polizei Einsatzleiter: Tim Hoyer, Wehrführer FF Prisdorf

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