D: SUV fliegt nach Tier-Ausweiche über Böschung: Fünf Verletzte, eine Person eingeklemmt

HEILIGENHAUS (DEUTSCHLAND): Am späten Samstagabend des 3. Oktober 2020 befuhren ein 19jähriger Heiligenhauser und vier weitere volljährige Insassen mit einem Audi die Ruhrstraße in Richtung Essen Kettwig. Auf der kurvigen, regennassen Gefällestrecke erkannte der Fahrzeugführer in einer Rechtskurve ein kleines Wildtier auf der Fahrbahn und wich diesem aus.

Bei dem Fahrmanöver verlor er die Kontrolle über das große SUV und kam mit dem Fahrzeug von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug stürzte mehrere Meter tief die dortige Böschung hinab, überschlug sich und blieb zwischen dichtem Buschwerk und jungem Baumbewuchs auf dem Dach liegen. Die alarmierten Rettungskräfte der Feuerwehr Heiligenhaus rückten mit schwerem Gerät zur Unfallstelle aus, da eine Person im Fahrzeug eingeklemmt war.

Außerdem wurden zwei Rettungswagen und ein Notarzt eingesetzt, die sich um die Verletzten kümmerten. Alle Insassen des Fahrzeugs wurden bei dem Unfall verletzt, zwei davon schwer. Die beiden schwer verletzten Personen wurden in ein Krankenhaus eingeliefert und verblieben stationär. Die Polizei Velbert übernahm vor Ort die Unfallaufnahme. Die Ruhrstraße wurde teilweise für den gesamten Fahrzeugverkehr gesperrt. Für die aufwendige Bergung des schweren Fahrzeuges wurde ein lokales Abschleppunternehmen angefordert.

Das Schadenausmaß war nach der Bergung des Fahrzeuges deutlich zu sehen. Das SUV war ringsherum schwer beschädigt, nicht mehr fahrbereit und musste mit dem Abschleppfahrzeug abtransportiert werden. Die genaue Schadenshöhe ist noch unklar, dürfte aber deutlich im fünfstelligen Bereich liegen. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen des Unfallgeschehens dauern an.

Gefahrenhinweis der Polizei: Fahren Sie immer mit angepasster Geschwindigkeit und passen Sie diese immer den Straßen-, Sicht und Wetterverhältnissen an. Rechnen Sie in ländlichen oder bewaldeten Gebieten immer mit Wildtieren. Weichen sie Wildtieren, insbesondere Kleintieren nicht mit riskanten Fahrmanövern aus und gefährden Sie dadurch nicht sich oder andere.

Bericht der Feuerwehr

Am Samstag, den 03.10.2020, gegen 23:30 Uhr rückten Feuerwehr und Rettungsdienst zur Ruhrstraße aus. Ein vollbesetztes Fahrzeug kam von der Fahrbahn ab und kam ca. fünf Meter neben der Fahrbahn in der Böschung, auf dem Dach zum Liegen. Bei Eintreffen der Feuerwehr befanden sich alle Fahrzeuginsassen außerhalb des Fahrzeugs. Die Rettung der Personen und letztlich des Fahrzeuges gestaltete sich jedoch als aufwändig.

5 Personen verletzt

Zunächst war unklar, ob Personen noch im Fahrzeug eingeklemmt sind. Glücklicherweise konnte das bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schnell ausgeschlossen werden. Von fünf Insassen, hatten drei Personen leichte Verletzungen. Eine Person befand sich neben dem Fahrzeug und wurde durch die Feuerwehr mit einer Trage aus der Tiefe zum Rettungswagen transportiert. Drei Personen wurden im Anschluss in Krankenhäuser gebracht, zwei Personen begaben sich eigenständig in ärztliche Behandlung.

Aufwändige Bergung des Fahrzeuges

Für die Zeit des Einsatzes leuchtete die Feuerwehr die Einsatzstelle aus und baute zur Sicherheit einen Löschangriff auf, falls es durch einen Defekt noch zu einem Brand des Fahrzeugs kommen sollte. Ein Abschleppunternehmer versuchte sich mit der Bergung des eingekeilten Fahrzeugwracks, jedoch erfolglos. Die Feuerwehr übernahm die Bergung und zock das Wrack mit einer Seilwinde aus dem Gelände. Auch das gestaltete sich, auf Grund des unwegsamen Geländes und eingeschränkten Platzes der Fahrbahn, als sehr aufwändig und zeitintensiv.

4 Stunden Einsatzdauer

Das Fahrzeug wurde durch den Abschleppunternehmer aufgeladen und abtransportiert. Zum Schluss befreiten die Kräfte die Fahrbahn von Wrackteilen und Dreck. Gegen 03:30 Uhr gab die Polizei die Fahrbahn wieder. Im Einsatz waren 24 Kräfte von Feuerwehr Heiligenhaus und dem Rettungsdienst der Städte Ratingen und Heiligenhaus, sowie die Polizei und ein Abschleppunternehmer.

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