D: Crash-Rettung nach per e-call gemeldeten Pkw-Frontalkollision in Stuttgart

STUTTGART (DEUTSCHLAND): Bei der Integrierten Leitstelle der Feuerwehr und des Rettungsdienstes gingen um 23.24 Uhr des 30. Oktober 2020 sowohl über den Notruf 112 als auch über einen automatisierten Notruf (e-Call) Anrufe ein, die einen schweren Frontalzusammenstoß auf der Bundesstraße 10 in Fahrrichtung Esslingen meldeten.

Sowohl durch den vom einem der Pkw ausgehenden automatisierten Notruf (eCall) als auch durch den Notruf über Mobiltelefon wussten die Disponenten sofort die Örtlichkeit und sogar die Fahrtrichtung des Unfalls. Notrufe über Mobiltelefon werden in der Integrierten Leitstelle Stuttgart über die sogenannte AML-Technik empfangen. Diese zeigt dem Disponenten nach ein paar Sekunden bereits die Örtlichkeit des Notrufenden an. Durch diese beide modernen Techniken, welche die Leitstelle Stuttgart seit einigen Jahren empfangen kann, konnte hier noch schneller und effektiver Hilfe alarmiert werden.

In kritischem Zustand eingeklemmt

Umgehend nach Eingang der Notrufmeldung wurde der Lösch-/Rüstzug der Berufsfeuerwehr der zuständigen Hauptfeuerwache 3 Bad Cannstatt und des Rettungsdienstes Stuttgart alarmiert. An der Einsatzstelle eingetroffen, fanden die Einsatzkräfte zwei beteiligte, frontal zusammengestoßene Pkw mit jeweils einem Insassen vor. Die Fahrerin des einen Autos hatte sich trotz ihrer Verletzungen selbst befreien können. Der Fahrer des anderen Pkw war schwerverletzt in seinem Fahrzeug eingeklemmt und befand sich in kritischem Zustand.

Die Einsatzstelle wurde durch die Polizei gegen den fließenden Verkehr abgesichert, die Bundestraße in Fahrtrichtung Esslingen vollgesperrt. Die Feuerwehr leuchtete die Einsatzstelle umfänglich aus, stellte den Brandschutz sicher und sicherte die Unfallfahrzeuge. In enger Abstimmung zwischen Einsatzleiter, Rettungsdienst und Notärztin wurde ein innerer Retter im Fahrzeug des Eingeklemmten positioniert und die patientengerechte Rettung eingeleitet.

Crashrettung wird erforderlich

Mit hydraulischem Rettungsgerät wurde zunächst eine Versorgungsöffnung zum Patienten geschaffen und dann zu einer großen Seitentüröffnung erweitert; es wurde eine schnelle Rettung angestrebt. Da sich der Zustand des Patienten zu diesem Zeitpunkt bereits massiv verschlechterte, änderte das Team den Modus und führte eine Sofortrettung durch. Die Patientin aus dem anderen Pkw wurde parallel durch die Besatzung eines zweiten Rettungswagens versorgt. Im Nachgang zu den Rettungsmaßnahmen wurde die Einsatzstelle für die Unfallaufnahme der Polizei durch die DLK ausgeleuchtet. Der Rüstwagen Umweltschutz unterstützte bei den Reinigungsarbeiten.

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