D: Dachstuhlbrand in voller Ausdehnung in Stolberg

STOLBERG (DEUTSCHLAND): Bereits auf der Anfahrt wurde am 30. November 2020 in Stolberg die Alarmstufe von Feuer 2-SOS auf Feuer 3-SOS erhöht. Eine dichte große schwarze Rauchwolke war bereits beim Ausrücken von der Feuer- und Rettungswache deutlich sichtbar. Etliche Notrufe gingen ab 11.54 Uhr in der Einsatzzentrale ein – Anwohner meldeten einen Dachstuhlbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Atsch.

Bei Eintreffen an der Einsatzstelle hatte sich der schwarze Rauch bereits auf der Würselener Straße ausgebreitet und ließ keine klare Sicht mehr zu. Flammen schlugen bereits aus dem Dach und Dachziegel stürzten auf die Straße. Nachdem das Ausmaß des Brandes erkennbar war, ließ Einsatzleiter Andreas Dovern die Alarmstufe auf Feuer 4 erhöhen – dies bedeut, dass insgesamt drei Löschzüge erforderlich eingesetzt wurden. Zusätzlich wurde ein weiterer Löschzug zur Besetzung der Feuerwache alarmiert, um den Grundschutzes für das restliche Stadtgebiet zu sichern. Somit waren rund 100 Feuerwehrleute im Einsatz.

Nachdem die Lage erkundet war und der Brandherd in dem Reihenhaus lokalisiert war, ging sofort ein Trupp unter Atemschutz zum Löschangriff in das Gebäude vor. Von der Drehleiter wurde ein zweiter Löschangriff eingeleitet. Gleichzeitig wurde eine weitere Drehleiter von der Berufsfeuerwehr Aachen angefordert, die die Flammen von der Rückseite bekämpfte.

Um ein Übergreifen des Brandes auf die Nachbarhäuser zu vermeiden, wurden zwei weitere Trupps mit Strahlrohren in die Nachbarhäuser geschickt. Gerade noch rechtzeitig konnte die weitere Ausbreitung an den Nachbarhäusern verhindert werden. Die Bewohner konnten die Gebäude noch rechtzeitig verlassen, so dass niemand verletzt wurde. Von der Feuerwehr wurde ein Hund und zwei Hasen aus den Häusern gerettet.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde direkt zu Beginn des Einsatzes eine NINA-Warnung ausgelöst und die Anwohner aufgefordert Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der massive Löschangriff zeigte dann trotz der hohen Brandlast in dem betroffenen Dachgeschoss schnell Wirkung. Gegen 15 Uhr konnten die ersten Einsatzkräfte ausgelöst werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch bis gegen 18 Uhr hin.

Die Feuerwehr Eschweiler unterstütze mit ihrer Versorgungskomponente und von der Feuerwehr Würselen wurde der Gerätewagen Atemschutz der StädteRegion gestellt. Auch Kreisbrandmeister Thomas Sprank machte sich vor Ort ein Bild der Lage. Nach Abschluss aller Maßnahmen wurde die Einsatzstelle der Polizei übergeben.

Während der gesamten Einsatzdauer war die Würselener Straße für den kompletten Verkehr gesperrt.

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