Internationaler Tag des Ehrenamtes “Ich gebe gern etwas zurück”: THW-Kräfte helfen Menschen in Not

Unfälle, Brände, Explosionen: Die ehrenamtlichen Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) in Bremen und Niedersachsen sind täglich im Einsatz, um anderen Menschen zu helfen. Anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamtes am 5. Dezember erzählen zwei THW-Kräfte, was sie bewegt und warum sie sich ehrenamtlich engagieren.

Durch die Corona-Pandemie sind die THW-Kräfte in diesem Jahr besonders gefordert. Sie helfen beim Aufbau von Test- und Impfzentren, Hygienestationen und beim Verteilen von Schutzkleidung. Fast 70.000 Stunden haben sich die Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerks in beiden Bundesländern dieses Jahr für andere Menschen eingesetzt und ihre Zeit investiert. Monatelang sind einige ehrenamtliche Einsatzkräfte des THW bereits im Einsatz, eine außergewöhnliche Herausforderung und Leistung.

Was motiviert die THW-Einsatzkräfte sich zu engagieren? THW-Helfer Bernd Leithold und THW-Helferin Bianca Harms erzählen: “Ich habe immer gesagt, ich höre auf, wenn es zu langweilig wird. Ich hatte bislang keinen Grund aufzuhören”, sagt Bernd Leithold. Leithold ist 58 Jahre alt, Verwaltungsbeamter und engagiert sich seit 42 Jahren im THW-Ortsverband Wilhelmshaven. Er hat beim THW seine Grundausbildung zum Helfer absolviert und unterstützte dann zunächst im Bergungszug, den er später leitete. “Bei uns im THW haben die Helfer und Helferinnen so viele Entwicklungsmöglichkeiten. Sie können sich immer weiter qualifizieren und ihre erworbenen Kenntnisse im Einsatz einbringen”, so Leithold. “Diese Vielfalt bei uns und wie damit anderen Menschen direkt im Einsatz geholfen werden kann, das ist einfach toll”, sagt Leithold. Seit 1991 übernimmt er als Ortsbeauftragter des Ortsverbandes die Verantwortung für seine Einheit. Leithold weiß, wie das THW helfen kann, wenn Unfälle passieren oder Krisensituationen eintreten. Deswegen berät er auch seit vielen Jahren als THW-Fachberater die Krisenstäbe der Stadt und der Gemeinden Wilhelmshaven. “Mir und meiner Familie geht es gut. Ich helfe gern anderen Menschen und gebe gern etwas zurück”, sagt Leithold.

Rund 11.000 THW-Kräfte in 79 Ortsverbänden stehen wie Bernd Leithold in Niedersachsen und Bremen bereit, um anderen zu helfen. Eine Helferin, die sich seit sieben Jahren im THW-Ortsverband-Ronnenberg engagiert ist Bianca Harms. Im THW-Ortsverband Ronnenberg wird die Vereinbarkeit von Familie und Hobby gelebt. “Ich bringe auch mal meine drei Jahre alten Drillinge mit”, erzählt die 33-Jährige. Während sie im Ortsverband an Ausbildungsdiensten teilnimmt, kümmern sich Kameradinnen und Kameraden dann um die Kinder. “Das klappt bei uns wirklich gut. Die Aufgaben in der Fachgruppe Räumen, zu der ich gehöre, sind auch ein Ausgleich zu meinem beruflichen und familiären Alltag.” Harms arbeitet in der Logistikbranche und ist beim Technischen Hilfswerk Kraftfahrerin für alle CE-Fahrzeuge. Sie ist eine der wenigen, die jedes Fahrzeug im Ortsverband fahren darf. Seit drei Jahren ist Harms auch stellvertretende Helfersprecherin und damit Ansprechpartnerin für alle Kameradinnen und Kameraden. “Es macht mir einfach viel Spaß, Ausnahmesituationen gemeinschaftlich zu lösen und Teil des Ganzen zu sein. Das ist ein wirklich tolles Gefühl”, sagt Harms.

Seit 70 Jahren sind Ehrenamtliche aus Überzeugung und mit Leidenschaft im THW aktiv. Sie sind jederzeit bereit, sich für Menschen in Notsituationen in Deutschland und der Welt einzusetzen. Heute gehören bundesweit rund 80.000 dieser außergewöhnlichen Freiwilligen zur großen THW-Familie und bilden die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz.

“Für uns als THW-Familie ist es in Zeiten wie diesen wichtig, zusammen zu halten und als ein starkes Team der Gesellschaft beiseite zu stehen. Die Bereitschaft anzupacken ist, was uns alle zusammenschweißt. Es braucht uns alle und all jene, die uns unterstützen. Dafür sage ich herzlich Danke”, sagt THW-Präsident Gerd Friedsam.

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